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Die Speicherkarten der Zukunft

Die CompactFlash Association CFA hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um superschnelle Speicherkarten der nächsten Generation zu entwickeln.

Thomas Jurecka

Die CFA greift dabei einen gemeinsamen Formatvorschlag von SanDisk, Nikon und Sony auf, der dank PCI-Express-Schnittstelle Datentransferraten von 500 MB/s vorsieht. Damit sollen die Karten den Ansprüchen professioneller HD-Videoanwendungen genügen. Dementsprechend sind auch extrem hohe Kapazitäten geplant.
Die für die neue Flash-Kartengeneration geplante Datendurchsatzrate ist dreimal so hoch wie beim CF6.0-Standard. Das soll gerade für Profi-Fotografen und im HD-Videobereich neue Möglichkeiten eröffnen. So können Fotos und Videos nicht nur schneller auf den Computer übertragen werden. Beispielsweise werden die superschnellen Karten laut SanDisk durchgehende Serienaufnahmen im unkomprimierten RAW-Format erlauben, das im professionellen Bereich verbreitet ist. Die Basis für den Geschwindigkeitsschub bildet ein Wechsel der zugrunde liegenden Schnittstelle. Aktuelle CompactFlash-Standards basieren auf Parallel ATA, dessen Bandbreite von CF6.0 bereits mehr als ausgereizt wird. SanDisk, Niko und Sony setzten nun auf PCI Express, das besonders durch Grafik- und Soundkarten in PCs bekannt ist und dort sogar Datenraten von mehreren Gigabyte pro Sekunde erlaubt. Die CFA-Arbeitsgruppe wird als ersten Schritt prüfen, in welchem Zeitrahmen ein neuer Speicherkarten-Standard auf dieser Basis umgesetzt werden kann.
Angesichts des wachsenden Speicherbedarfs von hochauflösender Fotografie und HD-Videos soll das neue Format jedenfalls auch sehr große Speicherkarten vorsehen. Die Rede ist von einem theoretischen Maximum jenseits von zwei Terabyte. Genau festgelegt haben sich SanDisk, Nikon und Sony aber offenbar noch nicht.  +