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World Press Photo Award 2011 - die Gewinner

56 Fotojournalisten aus 23 Ländern wurden für ihre Fotos mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Die Aufnahme einer von den Taliban-Rebellen verstümmelten Afghanin ist zum besten Pressefoto des vergangenen Jahres gewählt worden.

Thomas Jurecka

Das Bild der südafrikanischen Fotografin Jodi Bieber gewann zugleich auch in der Kategorie bestes Porträt. Das Foto der 18-jährigen Bibi Aisha war im August auf dem Titel des US-Magazins Time erschienen. Die Taliban hatten der jungen Frau Nase und Ohren abgehackt, weil sie ihren Ehemann verlassen hatte. Mittlerweile lebt Bibi Aisha in den USA, wo ihr Gesicht von plastischen Chirurgen wiederhergestellt wurde.

Von dieser Art Fotos gebe es vielleicht nur zehn in einem Leben, meinte der Jury-Vorsitzende David Burnett. Jury-Mitglied Aidan Sullivan erklärte, Biebers Foto sei ausgewählt worden, weil der Betrachter sich beim Anblick die "wichtigsten Fragen" stelle.

Insgesamt zeichnete die Jury in diesem Jahr 56 Fotojournalisten aus 23 Ländern mit dem World Press Photo Award aus. Mehr als 5.800 Fotografen aus 125 Ländern hatten gut 108.000 Fotos für den Wettbewerb im Jahr 2010 eingereicht. Eine Galerie mit sämtlichen Siegerbildern finden Sie hier+