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Gunter Sachs 1932 - 2011

Gunter Sachs nahm sich wegen Krankheit das Leben

Aus Angst vor einer "ausweglosen Krankheit" hat sich der legendäre Lebemann, Fotograf und Kunstsammler Gunter Sachs das Leben genommen. Seine Familie bestätigte den Tod des 78-Jährigen am Sonntagabend.

Thomas Jurecka

In einem von ihr veröffentlichten Abschiedsbrief berichtet Sachs, er habe erkannt, dass er an der "ausweglosen Krankheit A." leide. Es handelte sich dabei offenbar um Allzheimer. Er soll seinem Leben nach Informationen von "Focus online" bereits am Samstag in seinem Haus im Schweizer Prominentenort Gstaad eine Ende gesetzt haben.  Sachs hinterlässt seine dritte Ehefrau, Mirja Larsson, ein ehemaliges schwedisches Fotomodell, mit der er über 40 Jahre verheiratet war, und drei Söhne. Er soll am Freitag im engsten Familienkreis in Gstaad bestattet werden.

Die Familie veröffentlichte den von ihm unterschriebenen Abschiedsbrief des Lebemannes und Künstlers auf dessen eigenen Wunsch. Er stelle "heute noch in keiner Weise" ein Fehlen oder einen Rückgang seines logischen Denkens fest, schrieb Sachs. Eine wachsende Vergesslichkeit, die rapide Verschlechterung seines Gedächtnisses und dem seiner Bildung entsprechenden Sprachschatzes würden aber schon jetzt zu "gelegentlichen Verzögerungen in Konversationen" führen. "Jene Bedrohung galt mir schon immer als einziges Kriterium, meinem Leben ein Ende zu setzen", erläuterte er seinen Entschluss.

Am Ende des Briefes schrieb er: "Ich danke meiner lieben Ehefrau und meiner engsten Familie sowie meinen in tiefer Freundschaft verbundenen Weggefährten, mein Leben wundervoll bereichert zu haben."

Sachs wurde am 14. November 1932 auf Schloss Mainberg in Franken geboren und war der Erbe der Kugellager- und Motorenwerke Fichtel & Sachs. Während seines Mathematikstudiums in Lausanne entdeckte Sachs sein Interesse für die Kunst und Fotografie. Er machte diese Liebe zum Zentrum seines Lebens, sammelte und fotografierte. Etwa für den 1991 erschienenen Bildband "Heldinnen" mit dem Star-Model Claudia Schiffer. Auch war er einst einer der meistbeschäftigten Fotografen der Modezeitschrift "Vogue". Die Erlöse aus den Verkäufen seiner Fotos flossen in eine Stiftung seiner Frau Mirja, die Not leidenden Kindern in aller Welt hilft. +