FOTOobjektiv

Sie befinden sich hier: HOMENewsNachrichten
Zur Vergrößerung anklicken

Die Leica Nr. 7 ist jetzt die teuerste Kamera weltweit

19. WestLicht-Auktion brach alle Rekorde

Die 19. WestLicht-Kamera-Auktion am 28. Mai mit 721 Losen übertraf alle bisherigen Rekorde weltweit. Eine seltene Leica-Kamera von 1923 wurde um umglaubliche 1,32 Millionen Euro versteigert.

Thomas Jurecka

Gleich zu Beginn sorgte die mit 350.000 bis 450.000 Euro geschätzte extrem seltene Vorserien-Leica Nr. 7 für internationales Aufsehen. In einer spannungsgeladenen Bieterschlacht von 20 Minuten kletterte der Startpreis von 200.000 Euro kontinuierlich nach oben. Die Kamera aus dem Jahr 1923 kam schließlich um unglaubliche 1.320.000 Euro (1.900.000 USD) inklusive Aufgeld unter den Hammer. Der Bieter, ein asiatischer Privatsammler, ist damit im Besitz der teuersten jemals verkauften Kamera.
Eine Leica MP2 in fast neuwertigem Originalzustand wurde nach einem Startpreis von 70.000 Euro um stolze 528.000 Euro inklusive Aufgeld verkauft.
Aus der Baringer-Sammlung konnten die zwei lichtstärksten Objektive der Kamerageschichte ihren Startpreis verzehnfachen: das Carl Zeiss Super-Q-Gigantar 0,33/40mm von 6.000 auf 60.000 Euro und das Carl Zeiss Planar 0,7/50mm von 9.000 auf 90.000 Euro (inklusive Aufgeld).
Eine KGB Spionagekamera war einem Sammler 36.000 Euro inklusive Aufgeld wert.
Der Reinerlös der von Nikon Europe zugunsten des Japanischen Roten Kreuzes eigens gespendeten Lose erfüllte die Erwartungen und kommt den Erdbebenopfern in Japan zu Gute.
94% der Kamera-Lose wurden verkauft, der Gesamtumsatz der 19. Kamera-Auktion übertraf mit 4.429.000 Euro alle jemals abgehaltenen Kamera-Auktionen weltweit und war damit auch die erfolgreichste in der Geschichte von WestLicht.
Highlights auch bei Auktion für Fotografie.
Den Höhepunkt der am selben Tag angesetzten Auktion für Fotografie markierte die Versteigerung zweier Daguerreotypien von Auguste Rosalie Bisson aus dem Jahr 1842. Die beiden Viertel-Platten waren einem Bieter 222.000 Euro inklusive Aufgeld wert. Das ist ein Auktions-Rekordpreis für Daguerreotypien im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich sind die beiden Aufnahmen die bisher teuersten, die von Auguste Rosalie Bisson verkauft wurden.
Ein weiteres Highlight war das Ergebnis für die Egon-Schiele-Aufnahme von Anton Josef Trčka aus dem Jahr 1914. Sie ging für 60.000 Euro inkl. Aufgeld an einen europäischen Händler. Klassiker wie Vintage-Prints von August Sander, Lothar Rübelt, Heinrich Kühn, Werner Bischof, Inge Morath, Henri Cartier-Bresson und Franz Hubmann wurden zum Teil weit über dem Schätzpreis gehandelt.
Im November 2011 findet die nächste Westlicht Auktion statt.

 +