FOTOobjektiv

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Mona Kuhn: Nikki's Hands

Leopold Museum zeigt Meisterwerke der Photographie

Am 10. Juni eröffnete im Leopold Museum die Ausstellung "Magie des Objekts".

Thomas Jurecka

Es ist die Leidenschaft des Sammelns, die Andra Spallart und Fritz Simak verbindet. Die Wege der beiden Sammler kreuzten sich auf der Jagd nach den besten Photoarbeiten. Man entdeckte Gemeinsamkeiten, fand, dass sich die Bestände wunderbar ergänzten und gründete das Label "Sputnik". Unter diesem Namen stellen Spallart und Simak nun bis 3. Oktober mehr als 200 Arbeiten im Leopold Museum aus. Aus dem umfangreichen, insgesamt mehrere tausend Photos umfassenden Fundus wurden Sujets zum Thema "Objekt" ausgewählt.

Die Ausstellung möchte die Geheimnisse hinter den Gegenständen ergründen, die "Magie des Objekts." "Wir bilden das Leben ab, in all seinen Aspekten" erklärt Fritz Simak, der die Ausstellung auch kuratiert hat.  Wichtig sind ihm die Gegenüberstellungen von Gegensätzlichem, bzw. das Erkennen von Gemeinsamkeiten in auf den ersten Blick unterschiedlichen Motiven. So wird die Aufnahme einer typischen von Erwin Wurm in Szene gesetzten menschlichen Skultpur der späten 90er Jahre  der Inszenierung eines weiblichen  Akt des Salons Manassé aus den 20er Jahren gegenüber gestellt. An anderer Stelle beeindrucken die Schlangenformen eines Auspuffs in einer Photoserie des Bildhauers Pierre Schrammel (1983). Diese treffen auf die kühnen Formen eines verästelten Holzstücks von Nikolaus Similache (2009).
"Unser Augenmerk liegt auf der Wahrnehmung des Bildes", erklärt Andra Spallart. "Wenn man sich Zeit lässt, kann man ohne Spezialwissen sehr viel über den Inhalt erfahren", sagt die Sammlerin. Das Betrachten der Photographien helfe den eigenen Blick zu entwickeln.

Vorstandsmitglied Diethart Leopold bezeichnete die Ausstellung auf der Eröffnungskonferenz "als ersten seriösen Einstieg des Leopold Museums in die Fotografie". Zudem will Diethart Leopold einen ständigen Fotoraum im Leopold Museum einrichten. Definitiv beschlossen sei dies aber noch nicht, so Leopold.

Unter anderem gezeigt werden Arbeiten von Ansel Adams, Berenice Abbott, Nobuyoshi Araki, Herbert Bayer, Henri Cartier-Bresson,  Ernst Haas, Robert F. Hammerstiel, Nikolaus Korab, Hans Kupelwieser, Karl Lagerfeld, Valerie Loudon,Elfriede Mejchar, Richard Misrach, Aaron Siskind, Fritz Simak, Edward Weston u.v.a.

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