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Jan Grarup erhält für die Fotostrecke "Haiti Aftermath" den Leica Oskar Barnack Preis 2011

Der erste Preis des Fotowettbewerbs "Leica Oskar Barnack Preis 2011" geht in diesem Jahr an den dänischen Fotografen Jan Grarup. Für seine prämierte Fotostrecke mit dem Titel "Haiti Aftermath" erhält er neben einem Preisgeld von 5000 Euro außerdem eine Leica M9 Kameraausrüstung im Wert von rund 9500 Euro.

Thomas Jurecka

Das Fotoprojekt "Haiti Aftermath" thematisiert das schwere Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 und dessen Auswirkungen. Dabei zeigt Jan Grarup das Ausmaß der Katastrophe und das Schicksal der Überlebenden deutlich auf. Die Zerstörung ist massiv. Eine genaue Erfassung und Identifizierung der Opfer ist aufgrund der vorherrschenden Verhältnisse schwierig - Opferzahlen können bis heute nur geschätzt werden und die Regierung geht von rund
300.000 Todesopfern und insgesamt mehr als drei Millionen Betroffenen aus. Damit handelt es sich um das schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas. Im Auftrag verschiedener Magazine war Jan Grarup nach Haiti gefahren, um die verheerenden Folgen der Naturkatastrophe zu dokumentieren. Seine Aufgabe als Fotograf sieht er nicht nur darin, die aktuelle Situation vor Ort abzubilden. Seine Schwarzweiß-Aufnahmen sollen bewegen. Das Erdbeben hat den Menschen alles genommen: die Habseligkeiten, das Dach über dem Kopf, Freunde und Angehörige. Ihr Leben liegt in Trümmern. Angst und Verzweiflung steht den Betroffenen ins Gesicht geschrieben. Sie haben alles verloren und riskieren auf der Suche nach Nahrung und Wasser oftmals das Einzige, was ihnen geblieben ist: ihr Leben. Denn die Polizei und private Sicherheitsdienste versuchen die Vorräte zu schützen und scheuen sich nicht davor, diese mit Waffen zu verteidigen, was die erschütternden Aufnahmen von Grarup belegen. +