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Das perfekte Urlaubsfoto

Richard Walch, professioneller Fotograf und Spezialist für Outdoor-Fotografie, hat die wichtigsten Tipps für perfekte Urlaubsfotos zusammengestellt. Mit diesen Ratschlägen fangen Urlauber die schönsten Momente des Jahres perfekt und sicher ein.

Thomas Jurecka

Richard Walch ist jüngstes Mitglied des SanDisk Extreme Teams, einem Zusammenschluss von Fotografen, die zu den besten der Welt gehören. Vor allem im Wassersportbereich tätig, weiß er aber auch, wie man "trockene" Urlaubsmomente einfängt. Hier sind seine Tipps.

1. Checken Sie noch mal alles, bevor es losgeht.
Haben Sie wirklich alles dabei? Kamera, Ladegerät, Netzadapter, Zweitakku, Speicherkarten, kleine wasserdichte Plastiktüte, Fototasche, kleines Stativ, Handschlaufe und Bedienungsanleitung?

2. Einstellungssachen.
Wenn Sie sich nicht mit den technischen Details abmühen wollen, dann nutzen Sie am besten die automatischen Voreinstellungen der Kamera wie Porträt, Landschaft, Nacht etc. Damit sind Sie gut bedient. Im übrigen: Stellen Sie immer die höchste Pixelauflösung in der feinsten Qualität ein. Die Speicherkarten sind heute so kapazitätsstark, dass Angst vor Platzmangel Sie nicht hemmen sollte. Denn wenn Sie das Bild hochauflösend fotografieren, können Sie später auch mal einen sehr großen Abzug davon nachmachen. Sollte Ihre Kamera über eine Aufnahme im RAW Format verfügen – einstellen, dann lassen sich die Bilder entscheidend besser nachbearbeiten.

3. Wenn's regnet: Fotografieren gehen!
Nicht vom schlechten Wetter die Stimmung verderben lassen. Nutzen Sie den Tag fürs Fotografieren. Denn entgegen landläufiger Meinungen ist ein Regentag ein super Fototag. Stellen Sie hierfür die ISO-Einstellung (für die Lichtempfindlichkeit) auf 400 oder 800 um. Das gibt körnigere Bilder, die stimmungsmäßig das beste Sonnenfoto in den Schatten stellen. Wohingegen in der grellen Mittagssonne Gesichter oft blass wirken. Morgen- oder Abendsonne gibt besseres Fotolicht.

4. Landschaften: Wie man ihnen Tiefe gibt.
Hocken Sie sich mit der Kamera ganz dicht auf den Boden oder noch besser: Legen Sie die Kamera auf die Straße. Beziehen Sie den Vordergrund mit in die Landschaft mit ein, am besten gleich den Straßenuntergrund.

5. Nicht die Mitte macht's.
Platzieren Sie Ihr Motiv nicht einfach plump in die Mitte der Aufnahme. Die Regel des "Goldenen Schnitts" lautet: zwei Drittel zu einem Drittel. Oder einfach mal mit allem brechen und eine extreme Aufteilung wählen.

6. Ruhig mal mit Gegenlicht versuchen.
Gegenlichtaufnahmen gehen, wenn eine Person oder ein Baum oder etwas anderes die Sonne verdecken. Das gibt tolle Schattenspiele.  Eventuell können Sie auch einmal mit der Belichtungskorrektur der Kamera experimentieren, um interessante Effekte zu erhalten.

7. Den richtigen Moment abwarten.

Sie kennen das an sich selbst: Sobald eine Kamera auf einen gerichtet wird, verkrampft man. Was man auch auf den Fotos sieht. Warten Sie daher ab, bis Ihre Kinder sich ganz unbeobachtet fühlen und drücken Sie dann den Auslöser. Und fotografieren Sie sie nicht von oben herab, gehen Sie auf gleiche Höhe, sonst stimmen die Verhältnisse nicht.

8. Gehen Sie nah ran.
Denken Sie daran, es gibt nur diesen einen Augenblick und machen noch einen Schritt auf Ihr Objekt zu. So bekommen Sie auch Details in den Fokus, die vorher nicht zu sehen gewesen wären – und die machen am Ende den Unterschied. Der Zoom ist hier kein guter Ersatz, denn je mehr man zoomt, desto unschärfer wird der Hintergrund.

9. Die richtige Ausrüstung
Unterstützung im Taschenformat: Für Aufnahmen bei wenig Licht wie Abendveranstaltungen oder Nachtstimmungen sind die Belichtungszeiten höher. Aus der Hand heraus fotografiert führt das fast immer zu "Verwacklern". Nehmen Sie daher am besten ein kleines Stativ mit auf die Reise. Die kosten nicht viel und passen in jede Handtasche, sorgen aber für einen himmelweiten Qualitätsunterschied.
Auswahl der Speicherkarte: Was für den Ferrari der Motor ist, ist für Ihre Kamera die Speicherkarte. Nur mit einer schnellen und zuverlässigen Speicherkarte können Sie die Funktionen Ihrer Kamera voll ausschöpfen. Beim Kauf einer Speicherkarte daher immer auch auf Qualitätsmerkmale achten, wie  Lebensdauer und eine schnelle Datentransferrate. Die Speicherkarten von SanDisk sind für ihre außergewöhnliche Qualität bekannt und daher bei mir als professionellem Fotografen immer im Einsatz. Ganz wichtig auch für den Urlaub: SanDisk-Karten sind wasserfest, hitzebeständig und X-Ray Strahlen beim Gepäckdurchleuten am Flughafen können ihnen nichts anhaben. Denn nichts ist ärgerlicher als festzustellen, dass die wertvollen Urlaubserinnerungen weg sind, wenn man zuhause am Rechner die Karte auslesen will.

10. Kamera in der Tasche
Nur wer seine Kamera immer bei sich hat kann auch tolle Momente einfangen und hier gibt es im Urlaub viele Gelegenheiten. Also immer überprüfen, ob die Kamera eingepackt ist. Denn: Wer seine Kamera nicht dabei hat ist nur Zuschauer.
Und zum Schluss: Denken Sie immer daran, richtig toll werden Ihre Fotos dann, wenn Sie damit kleine Geschichten erzählen. Erst durch Geschichten können Sie den Betrachter richtig hereinziehen in die  große Story ihres Traumurlaubs.
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