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Mit dem iPhone in Afghanistan

iPhone-App lieferte Bilder aus Afghanistan

In einem Projekt namens Basetrack kollaborierten fünf Fotografen für ein Social Media Experiment. Zwei von ihnen, Teru Kuwayama und Balazs Gardi, begleiteten das US-Marinebataillon 1/8 über fünf Monate. Die Einheit war im südafghanischen Helmand stationiert.

Gardi nutzte sein iPhone und die bekannte Hipstamatic-App, um das Leben der Soldaten und Zivilbevölkerung zu dokumentieren. Basetrack soll neue Einblicke in den längsten Krieg der US-Geschichte gewähren.

"Wir wollen herausfinden, was wir eigentlich in Afghanistan machen", schrieb Kuwayama vor dem Start auf der Website des MediaShift IdeaLab der Knight Foundation, die die Unternehmung finanziert. Von September 2010 bis Februar 2011 trugen die Reporter zahlreiche Bilder und Videos zusammen, die auf der Homepage des Projektes zu sehen sind. Dabei werden auch Ort und Zeit des Geschehens dokumentiert und weitere Hintergrundinformationen bereitgestellt. Dazu kann man Facebook-Postings und Nachrichtenmeldungen nachlesen.

Das so aufbereitete Material ermöglicht nicht nur die Nachverfolgung des Weges der Fotografen und des Bataillons im vergangenen Jahr, sondern liefert dazu auch jeweils ein Stimmungsbild und Eindrücke von Land und Leuten.

Nun sorgen vor allem Aufnahmen von Balazs Gardi für Aufmerksamkeit. Er verzichtete meist auf den Einsatz einer eigenen Kamera, sondern fotografierte mit seinem iPhone unter Verwendung der App Hipstamatic. Diese kann Bilder automatisch altern lassen und eine gemalt erscheinende Optik erzeugen, die an Aufnahmen aus den 1970er Jahren erinnert.
Mit dem Fotoprojekt will Gardi Kunst als Lehrmittel einsetzen und möchte auch zukünftig auf diesem Wege auf die oft unsichtbaren und vergessenen Seiten des Krieges aufmerksam machen. (pte) +