FOTOobjektiv

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Buchtipp: Inkunabeln einer neuen Zeit

Pioniere der Daguerreotypie in Österreich 1839 - 1850 von Monika Faber und Maren Gröning

Thomas Jurecka

Schon die ersten Gerüchte, noch viel mehr aber die "offizielle" Bekanntgabe der neuen Technik der Daguerreotypie im August 1839 in Paris, bewirkten eine geradezu fieberhafte Beschäftigung mit der "Lichtmalerei", der Schaffung eines Bildes quasi ohne menschliche Eingriffe.

Die beteiligten Chemiker und Physiker, Apotheker, Maler oder einfach neugierige Dilettanten waren Teil einer Gesellschaft an der Schwelle des industriellen Zeitalters – der Grad der Abwendung von den traditionellen Werten war allerdings in den einzelnen europäischen Staaten sehr unterschiedlich weit fortgeschritten, und die Art der Einführung der Fotografie mit allen Implikationen lässt sich als Indikator für diese "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" interpretieren. Für Österreich war es der Universitätsprofessor, Chemiker und Physiker Andreas von Ettinghausen, der schon 1839 Daguerre in Paris besuchte und auf einem Schloss des Staatskanzlers Metternich seine ersten Bilder machte.

Dieses Buch gibt einen Überblick über die schon 1839 einsetzende rasante Entwicklung, die die junge Technik der Lichtbildkunst in Österreich genommen hat. Viele der experimentellen Studien konnten erstmals zugeschrieben werden und geben völlig neue Einblicke in die Vorgangsweise jener Pioniere, die – zwischen Anpassung und Missachtung der visuellen Konventionen der Zeit schwankend – schon auf Grund der technischen Eigenheiten des Mediums ungewohnte Bilder schufen.

erschienen im Brandstätter Verlag
ISBN 978-3-902510-95-2
Preis: 19,90 Euro
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