FOTOobjektiv

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11.07.2014
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Die Alpha 7 mit Blick auf den Vollformatsensor

Alpha 7: Spiegellose mit Vollformatsensor

Mit den beiden Modellen Alpha 7 und Alpha 7R hat Sony jetzt in jeder Kamerasparte (kompakte Systemkamera,SLT, Kompaktkamera, Video) zumindest ein Modell mit Vollformatsensor.

Klaus Lorbeer

Mit der neuen Alpha 7 ist der Modellname NEX bei Sony Geschichte. "Ab sofort werden alle Kameras mit Wechselobjektiv – egal ob A- oder E-Bajonett – unter dem Alpha-Brand vermarktet", so Thomas Purkert, Senior Marketing Manager Digital Imaging bei Sony Österreich und Schweiz. 

Tatsächlich erfüllt die neue Alpha 7 höchste fotografische Ansprüche. Sie ist mit einem Exmor-CMOS-Sensor im Vollformat ausgestattet, der eine Auflösung von 24,3 Megapixel (Alpha 7) bzw. 36,4 Megapixel (Alpha 7R – "R" steht bei Sony für "Resolution", also Auflösung) bietet. Bei der Alpha 7R wurde zudem zugunsten einer höheren Auflösung auf den Tiefpassfilter verzichtet. Auch ein neuer und schnellerer Bionz-X-Bildsensor kommt zum Einsatz. Weiters ist die Kamera WiFi- und NFC-fähig (NFC=Near Field Communication, damit kann schnell per einfacher Berührung eine WiFi-Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet aufgebaut werden). Dennoch ist die Alpha 7 äußerst kompakt und leicht, das Gehäuse wiegt nur 407 g. 

Der XGA OLED-Sucher liefert eine Auflösung von 2,35 MP sowie einen 3x höheren Kontrast, zudem ist er um 30% heller als der Vorgänger. Alternativ gibt es ein 3 Zoll (7,5 cm) großes, klappbares LCD. 

Höchst anpassbares Bedienkonzept

Die Alpha 7 bietet ein Kontrollrad auf der Vorder- und eines auf der Rückseite. Auf der Oberseite steht ein Wählrad für die Belichtungskorrektur zur Verfügung. Die Tasten können sehr vielseitig nach individuellen Vorlieben mit Funktionen belegt werden.

Die Geschwindigkeit des neuen "Hybrid Fast Intelligent"-Autofokus konnte Sony gegenüber dem Vorgänger nach eigenen Angaben um 35% steigern. Indem einige Pixel am Sensor für die schnelle Phasen-Detektion zuständig sind, verbindet Sony bei der Alpha 7/7R den Phasen- mit dem Kontrast-AF. Der neue "Spatial Object Desertion"-Algorithmus verarbeitet die ermittelten Daten der beiden Autofokussysteme so schnell, dass der AF der Alpha 7 laut Sony zu den schnellsten Varianten unter allen Vollformatkameras gehören soll. Dabei grenzt der Phasen-Autofokus mit 117 AF-Punkten zunächst den Schärfebereich im Motiv ein. Im zweiten Schritt ermittelt der Kontrast-Autofokus mit 25 Kontrollfeldern den exakten Schärfepunkt. Die Größe des Spot-AF kann zudem an die jeweilige Situation angepasst werden. Sehr nützlich dürfte die neue Möglichkeit sein, dass die Alpha 7 auf Wunsch beim Fotografieren von Porträts automatisch auf die Augen scharf stellt. Das Magnesiumgehäuse der Kamera ist staub- und spritzwasser geschützt. 

Die Alpha 7 kostet für eine Vollformatkamera recht günstige 1.499 Euro (Gehäuse, Kit 1.799 Euro), die 7R ist für 2.099 Euro zu haben.

Vollformat-Objektive

Mit der Alpha 7 bringt Sony auch fünf neue Vollformatobjektive mit E-Mount auf den Markt: Zwei Standard-Zooms von Sony (28-70mm F3,5-5,6 OSS nur im Kit erhältlich) und Carl Zeiss (Vario-Tessar T* FE 24-70mm ZA OSS (1.199 Euro)), zwei lichtstarke Sonnar T* Prime (Sonnar T* FE 35mm F2,8 ZA (799 Euro), Sonnar T* FE 55mm F1,8 ZA (999 Euro, ab Jänner 2014) und ein Premium G Telezoom (FE 70-200mm F4 G OSS ab Jänner 2014, noch keine Preisangabe). Bis Ende 2014 will Sony 10, bis Ende 2015 bis zu 15 Vollformatobjektive mit E-Mount im Sortiment haben. Mittels Adapter können auch A-Mount-Objektive mit der Alpha 7 verwendet werden. Ein neues 70-200mm-Objektiv mit A-Mount ist für Jänner angekündigt. Die Alpha 7 werde aber nicht die SLT-Kameras ersetzen, versichert Thomas Purkert. Hier sollen nach Angaben des Marketing-Managers weitere SLT-Geräte folgen. (kdl)