FOTOobjektiv

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03.04.2015
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Rinko Kawauchi, "Untitled"", aus der Serie: Illuminance, 2009. courtesy: | PRISKA PASQUER

Rinko Kawauchi: Illuminance

Das Kunst Haus Wien widmet der Japanerin Rinko Kawauchi (geb. 1972) ihre bisher umfangreichste Ausstellung in Österreich. Wo: Kunst Haus Wien, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien. Wann: 20.3. - 5.7.2015, täglich 10-19 Uhr.

Klaus Lorbeer

Die 1972 im japansichen Shiga geborene Rinko Kawauchi absolvierte ihre Ausbildung an der Seian University of Art and Design in Otsu, Shiga. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Tokio. Ihre wichtigsten Ausstellungen fanden unter anderem auf dem Rencontres d'Arles Festival, Arles, Frankreich (2004), in der Fondation Cartier, Paris (2005), der Photographer's Gallery, London (2006), dem Hasselblad Center, Göteborg, Schweden (2007), dem Museum of Modern Art, São Paulo (2007), im Kunstverein Augsburg e.V., Deutschland (2010), im Tokyo Metropolitan Museum of Photography (2012), im FoMa Antwerpen, Belgien (2014),  und im Minneapolis Institute of Arts (2014) statt.

Jetzt bringt das Kunst Haus Wien ihre Werke den österreichischen Fotointeressierten näher.

Rinko Kawauchi fängt mit ihrer Kamera elementare sowie beiläufige Momente ein. Sie erforscht das Besondere im Alltäglichen bzw. das Ästhetische im Alltäglichen gemäß der Philosophie des Wabi-Sabi, wie Kuratorin Verena Kaspar-Eisert bei der Eröffnungspressekonferenz erklärt. Dabei bestechen Kawauchis Fotografien, so Kaspar-Eisert, "durch eine Sprache, die gleichzeitig vertraut und universell ist."

Rinko Kawauchi, "œUntitled"€, aus der Serie: AILA, 2004


Rinko Kawauchi begann ihre Karriere 2001 mit der simultanen Veröffentlichung von drei eindrucksvollen Fotobüchern – Utatane, Hanabi, und Hanako – und sicherte sich damit ihre Stellung als eine der innovativsten Positionen der zeitgenössischen Fotografie. Dazu muss manwissen, dass gerade in Japan das Fotobuch ein wichtiges Medium für Fotografen ist.

Die titelgebende Serie Illuminance (2007-2011) markiert den Beginn der Ausstellung im Kunst Haus Wien.

In Aila (2004) wird der Dualismus von Leben und Tod thematisiert, die "Wunder der Welt" im Kleinen und Großen. Auch die Slideshow Cui Cui (2005) widmet sich den großen Kreisläufen des Lebens, doch diesmal aus einem sehr persönlichen Zugang heraus. Es sind Aufnahmen, die über 13 Jahre hinweg entstanden, Erinnerungen an Heimat und Familie evozieren und wie ein Sammelsurium unprätentiös festgehaltener Alltagsmomente erscheinen.

Eigens für Rinko Kawauchis Ausstellung im Kunst Haus Wien entstand die neue Werkgruppe Search for the Sun (2015), wofür die Künstlerin im Dezember 2014 einer Einladung des Kunst Haus Wien folgte und Österreich bereiste. Ihre Suche nach dem Besonderen führte sie dabei unter anderem in eine Goldschmelze in Wien und in die Gletscherwelt des Dachsteins.

Weitere Information: www.kunsthauswien.com