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29.06.2015
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Bau der Hofoper, 1865

Der Ring. Pionierjahre einer Prachtstraße

Zum Zum Jubiläum der Ringstraße 2015 rückt das Wien Museum deren Pionierjahre in den Mittelpunkt. Wo: Wien Museum Karlsplatz, 1040 Wien. Wann: 10.6. - 4.10.2015, Di - So und Feiertag, 10-18 Uhr

Klaus Lorbeer

Wien auf dem Weg zur modernen Großstadt, vom Beginn der Stadterweiterung 1857 bis zur feierlichen Eröffnung des Prachtboulevards am 1. Mai 1865. In dieser kurzen Zeitspanne wurden die Weichen für die städtebauliche, architektonische und gesellschaftliche Entwicklung Wiens gestellt. Noch nie gezeigte Pläne, Entwürfe, Modelle und Fotografien schildern das Nebeneinander von Alt- und Neu-Wien, Bau- stellen und Brachland, Abbruch und Neubau. Dahinter wird eine Gesellschaft im Umbruch sichtbar: Die Ringstraße, als staatliches Großprojekt begonnen, wurde zur Bühne des Bürgertums, das gegenüber der Aristokratie an politischer, wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung gewann und die letzten Jahrzehnte der Donaumonarchie entscheidend mitprägte.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte Wien zu den größten und am schnellsten wachsenden Städten Europas, war aber alles andere als eine moderne Metropole: Die Stadtbefestigung und das Glacis hemmten nach wie vor jede Entwicklung. Zu Weihnachten 1857 befahl Kaiser Franz Joseph den Abbruch der Stadtmauern und den Bau der Ringstraße. Im Jahr darauf wurde der erste internationale städtebauliche Wettbewerb der Moderne veranstaltet, dessen Ergebnisse in den "Grundplan" der Ringstraßenzone mündeten. Aus dem Erlös der Bauparzellen wurden zahlreiche öffentliche Bauten finanziert. Wien verwandelte sich für mehrere Jahrzehnte in eine riesige Baustelle – und in ein Versuchslabor für neue Architektur. Die "Via triumphalis" der Donaumonarchie wurde durch die Fülle exemplarischer Bauten in den damals bevorzugten historischen Stilen zur "Hauptstraße des 19. Jahrhunderts".

Weitere Informationen: www.wienmuseum.at