FOTOobjektiv

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30.09.2015
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Das 3.000 m2 große Krabbenfoto am Strand von Knokke-Heist (Belgien)

Projekt TIME: 3000 m²-Foto von Wim Tellier

Er hat es wieder getan, doch diesmal noch größer: Der Künstler Wim Tellier schafft mit Fotos im Großformat Landschaftskunst, indem er sie in die Umgebung integriert.

Klaus Lorbeer

Folgende Kunstprojekte haben Wim Tellier weltweite Anerkennung beschert:  

"We Wish" aus dem Jahre 2006, bei dem er ein 600 m² großes Foto von seinem Sohn in verschiedenen Städten platzierte, zuletzt am Santa Monica Pier in Los Angeles; 

"Protect 7-7" aus dem Jahre 2009, die erste Kunstinstallation in der Antarktika, die aus sechs 800 m² Vergrößerungen besteht; "

"We Drift" aus dem Jahre 2013, eine Kunstinstallation aus 1.000 Fotos auf 16 m², die Interessenten durch einen Naturgewalt, einen Tidefluss, betrachten konnten. 

Im Jahre 2014, stellte er in Kooperation mit Canon eine Kunstinstallation beim Open-Air-Musikfestival Tomorrowland fertig. In einer der Installationen verwendete er 46 Kameras, um eins der außergewöhnlichsten Gruppenportraits aller Zeiten zu schaffen.

Mit seinem neuen Kunstprojekt "TIME" am Strand von Knokke-Heist, Belgien, integriert Wim Tellier ein 3.000 m² kreisförmiges Foto. Dabei handelt es sich um ein Bild in Doppelablichtung, dessen Fokus auf einer 1.000 Mal vergrößerten Krabbe liegt. Im Hintergrund sieht man einzigartige Landschaften aus der Fischperspektive, für die Wim Tellier um die ganze Welt gereist ist. Diese Bilder sollen dem Betrachter einen offenen Blick auf die Welt geben.
Grafik und Logistik des Projekts sind beeindruckend: Die Fotos sind mehr als 400 Gigabytes groß! Angesichts der gigantischen Auflösung, druckte Projektpartner Canon das Foto auf 56 Einzelfotos, die später nahtlos zusammengefügt wurden. Das Gesamtfoto wiegt 1.800 kg!

Das "TIME"- Foto ist zwei Wochen lang vor dem Casino auf dem Strand von Knokke-Heist, Belgien, zu sehen. Zur Verdeutlichung der Dimensionen der Vergrößerung dienen fünf 4 m hohe Würfel. Besucher können das Foto betreten und die Bilder in der Fischperspektive aus der Nähe betrachten. Dabei tragen sie durch den Sand unter ihren Schuhen unwissentlich zur teilweisen Zerstörung des Kunstwerks bei - eine Anspielung auf den "ökologischen Fußabdruck" des Menschen. Nach der Ausstellung wird das konzeptionell geschädigte Bild in zwölf Stücke geteilt. Diese wird Tellier persönlich an 12 ausgewählten auf der ganzen Welt verstreuten Orten aufstellen. Jeder Ort wird dann seine eigene, einzigartige Geschichte über den Einfluss des Menschen auf den Planeten erzählen.

Weitere Infos unter: www.wimtellier.be