FOTOobjektiv

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26.08.2016
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1. Preis WPP Einzelfotos, Sport: Christian Walgram, Österreich, Alpine Ski-WM, Beaver Creek, USA, 8.2.2015

Ausstellung im Westlicht: Word Press Photo 2016

Passend zum fünfzehnjährigen Jubiläum von WestLicht ist das Fotomuseum bereits zum fünfzehnten Mal in Folge Schauplatz der World Press Photo Ausstellung. Wo: Fotomuseum WestLicht, Westbahnstraße 40, 1070 Wien. Wann: 9.9. - 16.10. 2016

Klaus Lorbeer

Im vergangenen Jahr zogen die Bilder des World Press Photo Wettbewerbs rund 23.000 BesucherInnen in die Westbahnstraße.

Den diesjährigen Bewerb dominierte eindeutig die Flüchtlingskrise. Viele Fotoserien widmeten sich den Menschen bei ihrer Ankunft an der Südküste Europas, auf ihrem Marsch über den Balkan, wartend an Grenzen, dicht gedrängt in Zügen und beim Zusammenprall mit den Wasserwerfern der Polizei. Auch das Siegerbild des australischen Fotografen Warren Richardson zeigt Flüchtlinge beim Versuch, die Grenze zu überqueren, in diesem Fall von Serbien nach Ungarn. Das Bild entstand in der Nacht vom 28. August 2015, nur wenige Wochen bevor die Fertigstellung des von der ungarischen Regierung in Auftrag gegebenen Grenzzauns den Übertritt de facto unmöglich machte.

"Bereits als wir das Foto zum ersten Mal sahen, war uns klar, dass es ein wichtiges ist. Es entwickelt eine enorme Kraft durch seine Einfachheit, besonders mit dem Stacheldraht als Symbol", so Francis Kohn, Vorsitzender der Jury 2016, über das World Press Photo des Jahres 2015. 


Der Österreicher Christian Walgram siegt in der Kategorie Sport

Mit Christian Walgram belegte erstmals ein Österreicher den ersten Platz in der Kategorie Sport. Der Steirer erhielt die begehrte Auszeichnung für seine spektakuläre Aufnahme des Sturzes des tschechischen Skirennläufers Ondrej Bank bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften in Beaver Creek. 

Neben der Flüchtlingskrise gehört auch eine ihrer Ursache – der andauernde Konflikt in Syrien – zu den zentralen Themen der diesjährigen Ausgabe. Mit den Luftangriffen und ihren verheerenden Folgen für die syrische Zivilbevölkerung befassen sich die Serien von Sameer Al-Doumy und Abd Doumany am Beispiel der Stadt Duma in der Provinz Damaskus. Eine Reihe von prämierten Arbeiten nimmt die Auswirkungen des Weltgeschehens auf Kinder und Jugendliche in den Blick, so etwa Magnus Wennmans Serie "Wo die Kinder schlafen", Mário Cruz' Projekt über Koran-Internate im Senegal oder Adriane Ohanesians Aufnahme aus dem Darfur-Konflikt. 

Insgesamt wurden 41 FotografInnen aus 21 Ländern in acht Kategorien ausgezeichnet. Beworben hatten sich fast 6.000 Fotografen mit über 80.000 Bildern. 

Seit 1955 schreibt die World Press Photo Foundation, eine unabhängige Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam, den World Press Photo Contest aus. Eine jährlich wechselnde Jury beurteilt die Einsendungen von FotografInnen aus aller Welt. Das Ergebnis des renommierten Wettbewerbs, das jeweils als Wanderausstellung um den Globus tourt, gilt als wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie.