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20.03.2017

Edward Burtynsky im KUNST HAUS WIEN

Bild

Edward Burtynsky: Pivot Irrigation, Suburb 2011

Das KUNST HAUS WIEN widmet Edward Burtynsky, der bekannt ist für seine großformatigen Fotografien von durch den Menschen veränderte Landschaften ist, eine erste umfassende Einzelausstellung in Österreich. Wo: KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien. Wann: 23.3.-27.8.2017, tgl. 10-18 Uhr

Klaus Lorbeer

Die von Enrica Viganò und Bettina Leidl kuratierte und in Kooperation mit Admira, Milano realisierte Einzelausstellung im Kunst Haus Wien "Edward Burtynsky – Wasser" präsentiert des Fotografen aktuellen Werkzyklus zu einem Thema von globaler Relevanz: Wasser als wertvolle Ressource, als täglich notwendiges Element für unseren Körper und unseren Planeten und als Urquell des Lebens schlechthin.

Das Kunst Haus Wien schreibt über die Ausstellung:

"Für seine Werkserie Wasser durchquerte Burtynsky fünf Kontinente, um ökologische Extremsituationen im Zusammenhang mit Wasservorkommen, deren Nutzung und Verteilung, sowie die Verschwendung von Wasser zu erkunden und festzuhalten. Er wählte Orte, an denen das ökologische Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde und zeigt auf, welche Gefahren in der fortwährenden Ausbeutung von Wasserressourcen liegen. So handeln seine Fotos beispielsweise von Flüssen wie dem Colorado oder dem Sacramento River, deren inzwischen ausgetrocknete Mündungen fantastische Spuren in der Landschaft hinterlassen und ein Spiel von Farben und Linien gleich abstrakter Bilder produzieren. Die meist aufwändig aus der Vogelperspektive fotografierten Aufnahmen erzählen auch von den Folgen des Nickelabbaus: Das Wasser der Flüsse ist verführerisch rot gefärbt, der ölgetränkte Sand schillert bunt, verdorrte Bäume verweisen auf das angereicherte Uran. Die Fotografien sind Dank ihrer visuellen Abstraktion im Zusammenspiel mit perfekten Bildkompositionen von einer eigenartigen Ästhetik geprägt, die sie im Widerspruch zu den monumental-brutalen Bildinhalten poetisch verklärt erscheinen lässt. 

Edward Burtynskys "Wasserbilder" zeigen die kritischsten Punkte unseres Ökosystems auf – und können durchaus als Ermahnung verstanden werden, jene passive Haltung aufzugeben, durch die unsere Lebensbedingungen nachhaltig bedroht sind. Sein methodischer Ansatz, die Aufnahmen immer in Begleitung der Geschichte und Beschaffenheit des jeweiligen Ortes und mit vielfältigen aktuellen Bezügen zu präsentieren (ob politische Vereinbarungen, gesellschaftliche Forderungen, geografische Voraussetzungen oder wissenschaftliche Daten) trägt dazu bei, die Tragweite des Problems erfahrbar zu machen. "Durch die Kunst kann der Mensch für die Folgen seines Handelns sensibilisiert werden", so Burtynsky, "(...) weil wir durch die Kunst unser Bewusstsein erhöhen und unsere Geschichten entwickeln." 

Die Ausstellung wird durch ein umfassendes Rahmenprogramm ergänzt: 

Donnerstag, 23. März 2017, 18 Uhr 

Vortrag von Edward Burtynsky 

Montag, 3. April 2017, 18 Uhr 

Andreas H. Bitesnich und Greenpeace präsentieren den Arktis-Bildband "Troubled Waters"

Montag, 24. April 2017, 20 Uhr 

Filmscreening Watermark im Burg Kino Wien 

Mittwoch, 31. Mai 2017, 17 Uhr 

Symposium After Us, The Flood kuratiert von Oliver Ressler