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17.09.2017

Alfred Fried Photography Award 2017: Das Friedensbild des Jahres

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Das Friedensbild des Jahres

Mit seiner sehr emotionalen Bilderserie errang Cletus Nelson Nwadike aus Schweden den ersten Platz beim diesjährigen Alfred Fried Photography Award. Mit der Frage "Wie sieht Frieden aus?" liefert dieser Fotowettbewerb, der 2017 bereits zum fünften mal veranstaltet wird, Inspiration, und Vision, aber auch aktuelle Beispiele eines friedfertigen Gesellschaftsentwurfs.

Klaus Lorbeer


Dafür dass die Gewinnerbilder des Alfred Fried Photography Award durchwegs ein hoher qualitativer Anspruch auszeichnet, weit weg von trivialem Kitsch á la "Friede, Freude, Eierkuchen", sorgt eine internationale Jury aus Fotografen, Verlegern, Journalisten und Profis aus der Fotobranche, darunter die Gründer dieses Fotobewerbes Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger, und Werner Sobotka, Präsident der bereits 1861 gegründeten Photographischen Gesellschaft. 


Über 19.000 Bilder aus 165 Ländern

Im fünften Jahr seines Bestehens verzeichnet der Alfred Fried Photography Award (AFPA) mit 19.107 Bildern von 5.856 Einreichungen aus 165 Ländern die höchste Teilnehmerzahl bisher. Die meisten Einreichungen kamen aus Indien, Deutschland, den USA, Russland, Iran und Großbritannien. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis für das Bild des Jahres ging an Cletus Nelson Nwadike aus Schweden für seine emotionale Bilderserie "Peace is the greatest thing!". Das beste Einzelbild war mit einem Geldpreis von 1.000 Euro dotiert und stammte von dem Amerikaner Jonathan Bachmann: "Take a stand in Baton Rouge". Mit diesem extrem ausdrucksstarken Foto errang Bachmann auch einen Platz unter den fünf Siegern des Fotowettbewerbs. Die weiteren Sieger des AFPA sind in alphabetischer Reihenfolge Zongren Xing aus China mit der Serie "Alive happily, alive strongly", Carla Kogelman aus den Niederlanden mit "New sisters", der in Tunesien lebende Franzose Yoann Cimier mit "Nomad's land". Sie alle wurden auf der im Wiener Palais Epstein stattfindenden Gala mit einer Medaille ausgezeichnet. Die Keynote hielt Liv  Tørres, Direktorin des Nobel Peace Centers in Oslo. 


Children Peace Image of the Year

Zum ersten Mal zeichnete die Jury dieses Jahr mit dem Children Peace Image of the Year das beste von Kindern gemachte Foto zum Thema Frieden aus. Den ersten Platz errang die Hamburgerin Lina Momsen mit ihrer Fotoserie "Freunde sind für einen da". Sie war bei der Gala anwesend und erhielt 1.000 Euro Siegerprämie. In einer gelungenen Ansprache bedankte sich die 12-jährige bei ihren Freundinnen, ohne deren Mithilfe sie ihre Serie nicht anfertigen hätte können. 

Die Bilder der Shortlist wie auch alle Bilder der Gewinner finden sich auf der Website des AFPA unter www.friedaward.com.


Nomen est Omen: Namensgeber Alfred Hermann Fried

Alfred Hermann Fried (geboren am 11 November 1864 in Wien, gestorben am 4. Mai 1921, ebendort) war ein österreichischer Pazifist und Publizist. Als Gründer der Zeitschrift "Die Waffen nieder!" und weiterer Aktivitäten für den Frieden bekam Fried 1911 gemeinsam mit dem Organisator der Internationalen Konferenz für Privatrecht in Den Haag, Tobias Asser, den Friedensnobelpreis. Nach Bertha von Suttner, mit der Fried zweitweise auch gemeinsam in Sachen Frieden zusammenarbeitet, war er bereits der zweite Friedensnobelpreisträger Österreichs. Bertha von Suttner wurde als erste Frau bereits 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


Info: www.friedaward.com