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23.04.2018

Sony World Photography Awards 2018: Das sind die Gewinner

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Ein Bild aus der Gewinnerserie "Ex-Voto" der Britin Alys Tomlinson. (c) Alys Tomlinson, United Kingdom, 1st Place, Professional, Discovery (Professional competition), 2018 Sony World Photography Awards

Mit ihrer Bilderserie "Ex-Voto" gewinnt die Britin Alys Tomlinson die Sony World Photography Awards 2018 in der Profi-Kategorie "Entdeckung" und wird von der Jury als "Photographer of the Year" ausgezeichnet.

Klaus Lorbeer


Die Sony World Photography Awards 2018 (SWPA)  brechen mit 320.000 eingereichten Fotos aus über 200 Ländern ihren eigenen Rekord aus dem letzten Jahr und sind der weltgrößte Fotowettbewerb. Der Wettbewerb gliedert sich in mehrere Teile. So gibt es einen Wettbewerb für Profis, einen für alle offenen Wettbewerb (Open), einen für Studenten (Student Focus) und einen Jugend-Wettbewerb. Außerdem vergeben viele Länder im Rahmen des SWPA einen National Award, in dem aus den eingereichten Bildern des jeweiligen Landes das beste Einzelbild eines regionalen Fotografen gewählt wird. 

 

Alys Tomlinson ist "Photographer of the Year"

Der Profi-Wettbewerb besteht aus zehn Kategorien, von denen die Kategoriensieger die Shortlist für den "Photographer oft he Year" darstellen.

Dieses Jahr konnte sich die in London lebende Fotografin Alys Tomlinson mit ihrer Serie "Ex-Voto" in der Kategorie "Entdeckung" den ersten Platz sichern und ging damit auf der feierlichen SWPA-Gala am 19. April im Londoner Hilton Park Lane als Gesamtsiegerin hervor. Sie knüpft mit dieser Serie an ihre frühere Arbeit im französischen Lourdes an. Für die Serie besuchte sie die drei Pilgerorte Lourdes (Frankreich), Ballyvourney (Irland) und Grabarka (Polen). Ihre gänzlich in schwarz-weiß gehaltene Arbeit umfasst formelle Portraits, große Bilder von Landschaften und detaillierte Stillleben von Opfergaben der Pilger in kleineren Formaten. Tomlinson, die vor kurzem ihr Master-Studium in Anthropologie abgeschlossen hat und bereits einige Fotopreise erhalten hat, beschäftigt sich hauptsächlich mit der Umwelt und Themen wie Zugehörigkeit und Identität und ihre Spezialthemen Reisen, Tourismus und Pilgern. Die Jury lobt vor allem die technische Perfektion und sensible Darstellung des spannenden Themas.

Auf der Gala in London war Tomlinson sichtlich überrascht als sie erfuhr, dass sie den Gesamtsieg davontrug. Sie bedankte sich für die Auszeichnung und die Anerkennung ihrer fotografischen Arbeit, in die sie sehr viel Zeit und Arbeit investiert hat. Tomlinson gewinnt 25.000 Dollar Preisgeld.

Ein Bild aus der Serie "Ex-Voto" der Britin Alys Tomlinson. Damit errang sie den ersten Platz in der Profi-Kategorie Entdeckung und wurde mit dem Titel "Photographer of the Year" ausgezeichnet.

 

Veselin Atanasov ist Open Photographer of the Year

Unter den zehn Gewinnern der Einzel-Kategorien im Offenen Wettbewerb hat der bulgarische IT-Spezialist und Fotografie-Autodidakt Veselin Atanasov mit seinem Bild "Early Autumn" den ersten Platz und damit 5.000 US-Dollar gewonnen. Das Siegerbild hat er im herbstlichen Central Balkan National Park aufgenommen.

"Der Herbst verziert mit seinen Farben die Wälder des Balkans." Mit diesem Bild gewann der Bulgare Vaselin Atanasov den ersten Platz in der Open-Kategorie Landschaft & Natur.


Megan Johnson (16 Jahre)  ist Youth Photographer of the Year

Der Jugend-Wettbewerb ist Teilnehmern im Alter zwischen 12 und 19 Jahren vorbehalten. Gewonnen hat ihn die sechzehnjährige US-Amerikanerin Megan Johnson. Ihr Schwarzweiß-Foto "Still..." hat sie an den Klippen in der Nähe ihres Hauses in Connecticut aufgenommen.

Mit diesem mit ihrem iPhone 7 in der Nähe ihres Wohnhauses gemachten Schwarzweiß-Foto drückt die 16-jährige Megan Johnson ihr Gefühl der Einsamkeit aus und konnte den Jugend-Wettbewerb für sich entscheiden.


Samuel Bolduc (20 Jahre) ist Student Photographer of the Year

Mit seiner Fotoserie "The Burden" setzt sich Samuel Bolduc gegen alle Studenten bei den Sony World Photography Awards durch. Seine Bilder zeigen auf eindrucksvolle Weise den Schaden, den Plastikmüll in der Umwelt hinterlässt. Bolduc nahm für das College de Matane, Quebec an den Sony World Photography Awards teil und sichert seiner Universität Sony Kamera Equipment im Wert von 30.000 Euro. 

Mit seiner Fotoserie setzt der Kanadier Samuel Bolduc die Schönheit der Wasserlandschaften in Kontrast mit den von Menschen verursachten Verschmutzungen durch Plastikabfall. Bolduc gewann damit den ersten Platz des Student-Focus-Wettbewerbes.


Alle Gewinner erhalten aktuelles Fotoequipment von Sony, der Photographer oft he Year ist zudem mit 25.000 Dollar, der Open Photographer of the Year mit 5.000 Dollar dotiert.

 

Gewinner und Finalisten des Profi-Wettbewerbs

Die Gewinner und Finalisten der 10 Kategorien des professionellen Wettbewerbs 2018 sind:


Mit auf die geometrische Grundstruktur der Architektur reduzierten Häuser (ohne Fenster, ohne Regenrinnen und dergleichen), den Archetypus der Architektur gewissermaßen,gewnn der Italiener Gianmaria Gala den ersten Platz in der Kategorie Architektur. Die Häuser hat Gala übrigens in Wien fotografiert.

Architektur

  1. Platz: Gianmaria Gava (Italien) mit "Buildings"
  2. Platz: Edgar Martins (Portugal)
  3. Platz: Corentin Fohlen (Frankreich)

Die Serie "Slum Ballet" des Schweden Frederik Lerneryd wurde von der Jury in der Kategorie Zeitgenössisches mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Zeitgenössische Themen

  1. Platz: Fredrik Lerneryd (Schweden) mit "Slum Ballet"
  2. Platz: Margaret Mitchel (Großbritannien)
  3. Platz: Alfio Tommasini (Schweiz)

Mit dieser künstlerischen Bilderserie aus Fukushima, die an traditionelle japanische Gemälde erinnert, wollte der Franzose Florian Ruiz die radioaktive Verstrahlung der Natur durch den Reaktorunfall sichtbar machen, indem er Teile der Bilder geringfügig überlagerte und versetzte. 1. Patz in der Kategorie Kreativ.

Kreativ

  1. Platz: Florian Ruiz (Frankreich) mit "White Contamination"
  2. Platz: Patricia Kühfuss (Deutschland)
  3. Platz: Eduardo Castaldo (Italien)

Mit der Serie "Life inside the Refugees Camp" zeigte Mohd Samsul Mohd Said (Malaysien) das mühsame Leben von Rohingya-Flüchtlingen in Lagern in Bangladesh. 1. Platz in der Kategorie Zeitgeschehen und Nachrichten.

Zeitgeschehen & Nachrichten

  1. Platz: Mohd Samsul Mohd Said (Malaysia) mit "Life Inside the Refugee Camp"
  2. Platz: Luis Henry Agudelo Cano (Kolumbien)
  3. Platz: Rasmus Flindt Pedersen (Dänemark)

In ihrer Serie "Deep Land" porträtiert Roselend Ramistella einfühlsam und gekonnt die Landschaften Leute entlang der alten Maultierpfade in Sizilien. 1. Platz in der Kategorie Natur & Wildleben

Natur & Wildleben

  1. Platz: Roselena Ramistella (Italien) mit "Deep Land"
  2. Platz: Mitch Dobrowner (USA)
  3. Platz: Wiebke Haas (Deutschland)

Ein Bild aus der Serie "Ex-Voto" der Britin Alys Tomlinson, die an drei Pilgerstätten die Pilger, deren Votivgaben (=Ex-Voto") und die Orte selbst fotografierte.

Entdeckung

  1. Platz: Alys Tomlinson (Großbritannien) mit "Ex-Voto"
  2. Platz: Antonio Gibotta (Italien)
  3. Platz: Maria Petrenko (Ukraine)

Die Serie "Weißes Gold" von Luca Locatelli (Italien) ist ein eindrucksvolles Porträt der Calacata Borghini Steinbrüche in der Nähe von Torano, wo einer der wertvollsten Marmor in höchster Qualität abgebaut wird.

Landschaft

  1. Platz: Luca Locatelli (Italien) mit "White Gold"
  2. Platz: Rohan Reilly (Irland)
  3. Platz: Tomasz Padlo (Polen)

Mit seiner Serie "The Last of The Crooners" lässt Tom Oldham vergangene Zeiten auferstehen, als im Londoner East End noch in jedem Pub Jazz-Standards gesungen wurden. Im Palm Tree ist diese Tradition noch lebendig. Das Bild hier zeigt den Sänger Colin Anthony sitzend im Barbereich. Der Brite Oldham errang mit dieser Serie den ersten Platz in der Kategorie Porträts.

Porträt

  1. Platz: Tom Oldham (Großbritannien) mit "The Last of The Crooners"
  2. Platz: Anush Babajanyan (Armenien)
  3. Platz: Andrew Quilty (Australien)

Der Ungar Balazs Gardi fotografierte ein archaisches und gewaltreiches Buzkasji-Match in Dawlatabad in Afghanistan und errang damit den Sieg in der Kategorie Sport.

Sport

  1. Platz: Balazs Gardi (Ungarn) mit "Buzkashi"
  2. Platz: Behnam Sahvi (Iran)
  3. Platz: Matteo Armellini (Italien)

Der Portugiese Edgar Martins fotografierte Abschiedsbriefe von Selbstmördern und befasst sich mit Spannungen und Widersprüche in der Darstellung und Imagination des Todes, insbesondere im Fall von Suiziden. Mit seiner Serie "Siloquies und Soliloquies on Death, Liefe and Other Interludes" errang er den ersten Platzen der Kategorie Stillleben.

Stillleben

  1. Platz: Edgar Martins (Portugal) mit "Siloquies and Soliloquies on Death, Life and Other Interludes"
  2. Platz: Tristan Spinski (USA)
  3. Platz: Werner Anderson (Norwegen)

 

 Die Sieger der Offenen Kategorien

Fotografen aus der ganzen Welt konnten ihre Bilder zu einer der zehn Kategorien des Offenen Wettbewerbes einreichen. Die Jury entschied dann über das beste Einzelbild der jeweiligen Kategorie. Viele der Gewinner sind keine professionellen Fotografen, was ihre Leistung noch bemerkenswerter macht. 

● Architektur: Andreas Pohl (Deutschland) mit  The Man and the Mysterious Tower

● Kultur: Panos Skordas (Griechenland) mit Young Minotaur

● Bearbeitete Fotos: Klaus Lenzen (Deutschland) mit Every Breath You Take

● Landschaft & Natur: Veselin Atanasov (Bulgarien) mit  Early Autumn

● Bewegung: Fajar Kristianto (Indonesien) mit  The Highest Platform

● Portrait: Nick Dolding (Großbritannien) mit  Emile

● Stillleben: Richard Frishman (USA) mit  Sunday Buffet at Jerry Mikeska's BBQ; Columbus, Texas 2017

● Straßenfotografie: Manuel Armenis (Deutschland) mit  Old Friends

● Reise: Mikkel Beiter (Dänemark) mit Lofoten

● Wilde Tiere: Justuna Zduńczyk (Polen) mit  An Unexpected Meeting

 

Austria National Award geht an Isabelle Bacher

Die Tiroler Architektin Isabelle Bacher gewinnt mit ihrem Bild "Tanzende Nordlichter_monochrome" den Austria National Award bei den Sony World Photography Awards 2018.  Sie gewinnt eine Alpha 7 II Systemkamera von Sony samt Objektiv, zudem wird ihr Siegerbild vom 20. April bis 6. Mai bei der Sony World Photography Awards Exhibition in London ausgestellt und im Awards Book 2018 veröffentlicht.

Vier Jahre ihres Lebens hat Isabelle Bacher im Norden Norwegens gelebt, das Licht der Arktis lieben gelernt und es geschafft, die bizarre Faszination fotografisch festzuhalten. Einer ihrer Favoritplätze war ein Sandstrand mit Blick auf die Insel Bleikøya in Vesterålen, ein Archipel in Nordland, Norwegen. Im Februar 2017, in einer sternenklaren Vollmondnacht, tanzten dann die Nordlichter mehrere Stunden über der Insel. Mit "Tanzende Nordlichter_monochrome" gewann die Tirolerin den Austrian National Award.

 

Ehrung von Candida Höfer für außergewöhnliche Leistungen in der Fotografie

Candida Höfer, eine der weltweit erfolgreichsten zeitgenössischen deutschen Fotografinnen, wird bei den Sony World Photography Awards mit dem Ehrenpreis "Outstanding Contribution to Photography" ausgezeichnet.

Candida Höfer ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Fotografinnen weltweit. Bekannt geworden ist sie in erster Linie durch ihre präzise Methodologie und Technik. Viele ihrer Werke sind großformatige Farbfotos. Ihre kraftvollen Bilder von großen, leeren Innenräumen sind Teil großer Sammlungen auf der ganzen Welt und werden in den führenden internationalen Museen ausgestellt. 

Für die Ausstellung der Sony World Photography Awards hat Candida Höfer persönlich die Auswahl ihrer Fotos so getroffen, dass sich alle Stationen ihrer Karriere in der Ausstellung wiederfinden. Darunter: Musée du Louvre Paris XXI 2005, Hermitage St. Petersburg VIII 2014 und Trinity College Library Dublin I 2004. Alle Werke sind eine Leihgabe von Ben Brown Fine Arts, London.

Candida Höfer: Trinity College Library Dublin | 2004

Die Sony World Photography Awards & Candida Höfer Ausstellung

Die preisgekrönten Bilder sind vom 20. April bis zum 7. Mai im Somerset House in London zu sehen. Zudem werden sie in dem Bildband der Sony World Photography Awards 2018 veröffentlicht. Eine persönliche Auswahl von Candida Höfers Bildern wird ebenfalls während der Ausstellung in London zu sehen sein, unter anderem drei ihrer bedeutendsten Werke – Musée du Louvre Paris XXI 2005, Hermitage St. Petersburg VIII 2014 und Trinity College Library Dublin 2004. Alle drei Bilder sind Leihgaben von Ben Brown Fine Arts in London.

Vom 13. Juli bis zum 9. September werden 120 Fotografien zudem im Willy-Brandt-Haus in Berlin ausgestellt.

  

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