FOTOobjektiv

Sie befinden sich hier: HOMENewsNachrichten
05.09.2018

Z-System: Nikon stellt zwei spiegellose Vollformatkameras vor

Bild

Links die Z6 und rechts die Z 7, beide mit dem Kitobjektiv 24-70mm

Nikon launcht zwei spiegellose Vollformatkameras Z 7 und Z 6 sowie das neue Z-Bajonett und gibt die Funktionsmerkmale sowie das Verfügbarkeitsdatum der Kameras bekannt.

Klaus Lorbeer


Mit vorerst zwei Kameras - Z6 und Z7 - steigt Nikon in den Markt der spiegellosen Vollformatkameras ein. Mit den Kameras stellen die Japaner auch die ersten drei NIKKOR-Z-Objektive vor. Das System der neuen Z-Generation zeichnet sich unter anderem durch ein Bajonett mit größerem Durchmesser aus.

Nikon Z-Bajonett

Im Zentrum steht das neue Bajonett mit größerem Durchmesser: Die neuen Möglichkeiten des Objektivdesigns erhöhen so die Fähigkeiten in der optischen Leistung. Für das Bajonettsystem Z werden in Zukunft verschiedene Hochleistungsobjektive angeboten, darunter das mit 1:0,95 lichtstärkste Objektiv in der Nikon-Geschichte. Zudem ist der neue Bajonettadapter mit NIKKOR-Objektiven mit F-Bajonettanschluss kompatibel, sodass Fotografen noch mehr Optionen bei der Wahl des Objektivs haben.

Produktübersicht Z 7 und Z 6

Die Z 7 ist wie die Z 6 mit einem neuen CMOS-Vollformatbildsensor für das Nikon-FX-Format mit rückwärtiger Belichtung, Autofokus mit Phasenerkennung in der Sensorebene und der neuesten Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 6 ausgestattet. 

Die Z 7 bietet 45,7 Megapixel (effektiv) und unterstützt einen Standard-Empfindlichkeitsbereich von ISO 64 bis 25 600. Die Z 6 ist eine Allrounder-Kamera im FX-Format mit einer effektiven Auflösung von 24,5 Megapixel, die mit ISO 100 – 51 200 einen großen Bereich von ISO-Standardempfindlichkeiten abdeckt. Mit ausgesprochener Leistung bei hohen ISO-Empfindlichkeiten und 4K/UHD-Aufnahmen im Vollformat, für die alle Pixel ausgelesen werden, ist die Z 6 für unterschiedlichste Anforderungen geeignet, z. B. Aufnahmen bei schwachem Licht und Filmaufnahmen.

Details der Z 7 und Z 6

Nikon nennt als besonders erwähnenswerte Kameramerkmale die nachfolgenden:

 1. Neuer, rückwärtig beleuchteter CMOS-Sensor im Nikon-FX-Format mit Autofokus mit Phasenerkennung in der Sensorebene

Sowohl in der Z 7 als auch in der Z 6 kommt der bereits erwähnte neue rückwärtig beleuchtete CMOS-Sensor mit Autofokusmessfeldern mit Phasenerkennung in der Sensorebene zum Einsatz. (Z 7: 45,7 MP, ISO 64 – 25 600, erweiterbar auf ISO 32 bzw. ISO 102 400. Z 6: 24,5 MP; ISO 100 – 51 200, erweiterbar auf dISO 50 bzw. ISO 204 800. 

2. Hybrid-AF mit Fokusmessfeldern, die ca. 90 Prozent des Bildbereichs abdecken

Die Z 7 besitzt 493 Fokusmessfelder, bei der Z 6 sind es 273. Damit werden ca. 90 Prozent des Bildfelds horizontal und vertikal abgedeckt. Dieser Hybrid-AF nutzt einen für den FX-Format-Sensor optimierten Algorithmus, um bei der Fokussierung automatisch zwischen Autofokus mit Phasenerkennung in der Sensorebene und Autofokus mit Kontrasterkennung umzuschalten. Mit NIKKOR-Z-Objektiven wird die Präzision des Autofokus bei Fotos und Filmen darüber hinaus erhöht.

3. Neue Bildverarbeitungsengine EXPEED 6

Z 7 und Z 6 sind mit der neuen Bildverarbeitungsengine EXPEED 6 ausgestattet, die auch das Rauschen wirksam reduzieren soll.Zudem wurden die Schärfeparameter der Picture-Control-Konfigurationen, um eine Scharfzeichnungsoption für Mitteltöne ergänzt. Diese Option erlaubt es Benutzern in Verbindung mit den anderen Parametern für Scharfzeichnung und Klarheit, verschiedene Texturen im Bildausschnitt schärfer oder weicher abzubilden – in Fotos und Filmen. Die Kameras stellen außerdem 20 Optionen für Creative Picture Control (Kreative Picture-Control-Konfiguration) bereit, um die kreativen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Die Effektstärke kann auf Werte zwischen 0 und 100 eingestellt werden.

4. Elektronischer Sucher 

Beide Kameras sind mit einem elektronischen OLED-Sucher mit einer Auflösung von enormen 3,69 Bildpunkten ausgestattet. Der elektronische Sucher bietet eine Bildfeldabdeckung von ca. 100 Prozent und einen Vergrößerungsfaktor von 0,8. Dazu kommt ein Betrachtungswinkel von ca. 37,0° diagonal. Farbfehler wurden laut Nikon reduziert und die Ermüdung des Auges – auch bei langen Aufnahmesessions – minimiert. Zudem weist die Fluorvergütung des Okularschutzglases Schmutz wirksam ab. Zusätzlich kann das -Menü im elektronischen Sucher angezeigt werden, damit Benutzer verschiedene Aufnahmeeinstellungen – z. B. ISO-Empfindlichkeit, AF-Messfeldsteuerung und Picture-Control-Konfiguration – sehen und schnell einstellen können, ohne das Auge vom Sucher nehmen zu müssen.

5. Ergonomisches Nikon-Design für intuitive Bedienung

Die Z 7 und die Z 6 orientieren sich an der von Nikon-DSLR-Kameras gewohnten Bedienbarkeit. Die Gehäuse sind kompakt und weisen einen komfortablen Griff auf. Dazu kommen Bedienelemente wie der Sub-Wähler, AF-ON-Taste, ISO-Einstellung und Belichtungskorrektur, die platziert wurden, um die Bedienung schnell und einfach zu gestalten. Zusätzlich wurde im oberen Bereich der Kamera das von den digitalen High-End-Spiegelreflexkameras bekannte Display angebracht, auf dem Informationen zu den Einstellungen angezeigt werden können.

6. Professionelle Filmfunktionen 

Mit der Z 7 und der Z 6 können nicht nur 4K-UHD-Filme im Vollformat (3840 × 2160) mit 30p auf Basis des FX-Filmformats aufgenommen werden, sondern auch Full-HD-Filme mit 120p. Schärfere 4K-UHD-Filme werden dank des Auslesens aller Pixel erreicht. Zudem können Funktionen wie Active-D-Lighting, der elektronische Bildstabilisator und Focus Peaking beim Aufnehmen von 4K-UHD- und Full-HD-Filmen genutzt werden. Das Original-N-Log von Nikon kann auch mit 10-Bit-HDMI-Ausgabe verwendet werden. Die Kameras nutzen große Farbtiefe und einen zwölfstufigen Dynamikumfang bis 1300 Prozent, um eine Fülle von Tonwertdaten aus Lichtern und Schatten auf dem externen Recorder aufzuzeichnen – für eine gelungenere Farbabstufung. Timecodes erleichtern das Synchronisieren von Video- und Filmmaterial, das mit mehreren Geräten aufgezeichnet wurde. Und mit dem Einstellring der NIKKOR-Z-Objektive lassen sich Einstellungen wie Blende und Belichtungskorrektur leise und komfortabel ändern.

 7. Der erste kamerainterne Bildstabilisator von Nikon mit einer Wirksamkeit von ca. 5,0 LW

Z 7 und Z 6 sind mit einem kamerainternen Fünfachsen-Bildstabilisator (VR) ausgestattet. Die Wirksamkeit des Bildstabilisators entspricht einer um ca. 5,0 Lichtwertstufen längeren Belichtungszeit. Diese Funktion ist auch mit NIKKOR-F-Objektiven verfügbar, sogar solchen ohne Bildstabilisator, wenn der separat erhältliche Bajonettadapter FTZ verwendet wird, wobei die Korrektur für ein NIKKOR-F-Objektiv nicht ganz so hoch sein soll wie bei einem NIKKOR-Z-Objektiv.

8. Weitere Funktionen

Stabilität und Haltbarkeit sowie Staub- und Spritzwasserresistenz auf dem Niveau der Nikon D850

LCD-Monitor mit Touch-Funktion, 8 cm (3,2 Zoll) Diagonale, ca. 2,1 Millionen Bildpunkten und Neigemechanismus

Modus für leises Fotografieren. Mit der neuen Konturfilterfunktion kann der Benutzer nach einer Aufnahme mit Fokusverlagerung prüfen, ob die richtigen Einstellungen verwendet wurden. Ein simuliertes Schwarz-Weiß-Bild auf Basis der Focus-Peaking-Technologie emuliert die zu erwartende Tiefenschärfe, nachdem alle Bilder in der jeweiligen Bearbeitungssoftware in einem Focus Stack zusammengefasst wurden.

Serienaufnahme mit hoher Geschwindigkeit (erweitert) mit ca. 9 Bilder/s (Z 7) und 12 Bilder/s (Z 6) 

Aus Intervallaufnahmen können Zeitrafferfilme mit 8K (Z 7) erstellt werden.

Dank des erweiterten Belichtungsmessungsbereichs bei schwachem Licht können Nutzer ganz einfach mit automatischer Belichtungssteuerung Szenen wie den Übergang vom Sonnenuntergang zum Sternenhimmel einfangen.

Integriertes Wi-Fi für direkte Verbindungen zu Smartgeräten unter Verwendung von SnapBridge

 Übertragung von Bildern und Filmen an einen Computer per Wi-Fi  

Zubehörkomponenten für DSLRs werden unterstützt, z.B. der Wireless-Sender WT-7.

Multifunktionshandgriff in Entwicklung

Der Multifunktionshandgriff MB-N10, der sich derzeit in Entwicklung befindet, nimmt zwei Lithium-Ionen-Akkus des Typs EN-EL15b auf und erhöht damit die Anzahl der möglichen Aufnahmen bzw. die mögliche Filmaufnahmedauer um etwa das 1,8-fache. Er wird ebenso staub- und spritzwasserresistent wie die Kameras Z 7 und Z 6 sein und kann mit dem Netzadapter EH-7P mit Akkuladefunktion über den USB-Anschluss geladen werden.

Die Z 7 soll Ende September um 3.699 Euro (Gehäuse) im Fachhandel erhältlich sein. Die Z 6 folgt Ende November für 2.299 Euro (Gehäuse). Folgende Kits werden erhältlich sein: Nikon Z7 +NIKKOR Z 24-70mm 1:4 S Kit  (4.299 Euro); Nikon Z7 + Bajonett Adapter FTZ Kit (3.849 Euro); Nikon Z7 + NIKKOR Z 24-70mm 1:4 S + Bajonett Adapter FTZ Kit (4.449 Euro); Nikon Z6  + NIKKOR Z 24-70mm 1:4 S Kit (2.899 Euro), Nikon Z6  + Bajonett Adapter FTZ Kit (2.449 Euro), Nikon Z6  +NIKKOR Z 24-70mm 1:4 S + Bajonett Adapter FTZ Kit (3.049 Euro). Die Priese der Objektive und des Bajonett-Adapters sind wie folgt: NIKKOR Z 50mm 1:1.8 S (679 Euro), NIKKOR Z 35mm 1:1.8 S (949 Euro), NIKKOR Z 24-70mm 1:4 S (1.099 Euro), Bajonett Adapter FTZ (299 Euro).