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BORIS BECKER. PHOTOGRAPHIEN 1984–2009

18. März bis 16. Mai 2010, Landesgalerie Linz, Museumstraße 14, 4010 Linz

Thomas Jurecka

D er Künstler Boris Becker gehört zu den wichtigen Vertretern der deutschen Fotografieszene. Als "Becher-Schüler" der zweiten Generation begibt er sich mit der Kamera auf eine Bildsuche, die in erster Linie auf formale Strukturen und Farbakzente konzentriert ist und weniger auf offensichtliche, kulturhistorisch motivierten Schlüsselreize von Stadt- und Naturansichten reagiert. Seit Mitte der 1980er Jahre erschließt er in seiner Arbeit ein weites Spektrum an Themenkomplexen. Seine Serie von 700 Bunkerfotografien ist die umfangreichste Werkgruppe, bei der er auf nahezu enzyklopädische Weise deutsche Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen hatte. Ihr folgten Fotografien von Wohngebäuden und anderen architektonischen Konstruktionen. Daneben entstanden immer wieder Landschaften. Zu Beckers neueren Arbeiten zählen die Werkgruppen ›Artefakte‹ mit Bildern von einzelnen oder akkumulierten Objekten und ›Fakes‹: Aufnahmen von Gegenständen, die beispielsweise zum Schmuggel von Rauschgift ›gefakt‹ wurden.

Web: Landesgalerie Linz