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Fotoausstellung von Flüchtlingskindern

Wie Flüchtlingskinder ihre neue 'Heimat' Wien erleben, zeigt eine Fotoausstellung am 21. Februar 2010 in der Roten Bar des Volkstheaters. Gemeinsam mit dem Fotografen und Kurator Willy Puchner haben elf Kinder und Jugendliche aus der Samariterbund-Flüchtlingseinrichtung 'Haus Winkeläckerweg' ein Fotoprojekt unter dem Motto 'In der Fremde zu Hause' verwirklicht und Fotografie als Möglichkeit genutzt, sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinaus zu verständigen.

Thomas Jurecka

In Kooperation mit dem Volkstheater präsentiert der Wiener Samariterbund die Bilder mit passendem Rahmenprogramm und prominenter Unterstützung: Elisabeth Engstler wird den Nachmittag moderieren und Hausherr Michael Schottenberg die Gäste begrüßen. Als weitere Künstler konnten der Schriftsteller Robert Menasse, der die Ausstellung literarisch begleiten wird, und die Soul-Sängerin Dorretta Carter gewonnen werden.

"Das Flüchtlingsthema wird im Wahlkampf leider wieder eine unrühmliche Rolle spielen. Aber niemand verlässt gerne seine Heimat. Familien, die vor Krieg, Folter und Menschenrechtsverletzungen nach Österreich geflüchtet sind, haben Beistand und einen würdevollen Umgang verdient", erklärt Dr. Siegfried Sellitsch, Präsident des Wiener Samariterbundes anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in Wien. 2005 eröffnete der Samariterbund am Winkeläckerweg eine Asylwerbereinrichtung, in der Flüchtlingsfamilien Schutz und ein vorübergehendes Zuhause bekommen. "Trotz der anfänglichen Bedenken, herrscht jetzt mit der benachbarten Kleingartensiedlung ein sehr guter freundschaftlich-nachbarlicher Kontakt", ergänzt Sellitsch.

In der Samariterbund-Flüchtlingseinrichtung 'Haus Winkeläckerweg' sind Familien untergebracht, die auf ihren Asylbescheid warten oder in Österreich noch keine Wohnung gefunden haben. Viele der Kinder sind vom Krieg schwer traumatisiert; manche sind bereits gut integriert, andere erst in Österreich angekommen. Die elf jungen Fotografinnen und Fotografen stammen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen: aus Georgien, dem Kosovo, Afghanistan, Russland, Serbien, Armenien und Inguschetien.

Die Fremde ist auch dem freischaffenden Fotografen, Zeichner, Künstler und Autor Willy Puchner vertraut. Mit seinem Projekt 'Die Sehnsucht der Pinguine' war er in der ganzen Welt unterwegs, begleitet von den beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally. Von Mistelbach über New York und Kairo bis zur Chinesischen Mauer posierten die beiden vor seiner Kamera und machten ihn weit über Österreich hinaus bekannt.

Platzreservierung: oeffentlichkeitsarbeit@samariterbund.net +