FOTOobjektiv

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Automatenfotos wie aus den 60ern

Ein wiederentdecktes Kultobjekt bereichert den urbanen Lebensraum im MuseumsQuartier Wien: Ein analoger schwarz/weiß Photoautomat wurde am 21. Mai im MQ Klosterhof beim Durchgang zur Mariahilfer Straße eröffnet.

Thomas Jurecka

In Berlin wurden die von Ole Kretschmann und Asger Doenst seit sechs Jahren betriebenen Automaten mit Begeisterung aufgenommen. Die Geräte aus den 1960er Jahren werden restauriert und neu gestaltet und stehen auch in Hamburg, Köln, Dresden und London. Nun bringt Melanie Kretschmann, Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, das Kunstprojekt ihres Bruders nach Wien.

Ein Streifen mit vier schwarz/weiß Fotos kostet zwei Euro. Mit der spezifischen Ästhetik der analogen Automatenfotos wird ein Stück Kulturgut wieder entdeckt. In Zeiten digitaler Fotografie wirken Photoautomaten zwar anachronistisch, doch bieten sie vielen eine willkommene Abwechslung, sich bewusst und spielerisch ins Bild zu setzen. Der Photoautomat steht noch voraussichtlich bis 21. November 2010.
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