Interview

„Wir wollen wachsen und Menschen auf andere Art begeistern“

Links: Lars Huijzer: Vice President Marketing & Product Management EMEA; rechts: Sandro Rymann, Head of Business EMEA & Americas (c) OM SYSTEM

Links: Lars Huijzer: Vice President Marketing & Product Management EMEA; rechts: Sandro Rymann, Head of Business EMEA & Americas (c) OM SYSTEM

Wie sieht es aktuell auf dem europäischen Markt für OM SYSTEM aus, insbesondere in Deutschland und Österreich? Wie wollen Sie diesen Markt beleben?

Rymann: Aktuell ist es weltweit etwas schwierig, wobei Europa und China am härtesten getroffen sind. Was natürlich überhaupt nicht hilft, ist die gegenwärtige geopolitische Situation, seit fünf Jahren den Krieg Russlands gegen die Ukraine und jetzt auch den Irankrieg. Das ist in einigen Ländern mit Inflation und teureren Preisen verbunden. Das führt leider oft dazu, dass manche den Neukauf einer Kamera nach hinten verschieben. Das ist auch in anderen Branchen so. Die Kaufkraft ist wahrscheinlich noch da, aber die Kaufbereitschaft hat etwas abgenommen. Doch natürlich geht es immer ein bisschen rauf und runter. Für uns ist entscheidend, dass wir unsere Ziele weiter verfolgen. Wir wollen am Markt wachsen und haben das, wie die jüngsten Zahlen zeigen, in einigen Regionen Europas auch geschafft. In anderen müssen und wollen wir noch ein bisschen mehr tun. Wir wollen mit dem Re-Branding von Olympus zu OM SYSTEM mehr Bekanntheit erlangen. Unsere Kameramarke stärker zu positionieren, unter dieser Marke innovative neue Produkte zu entwickeln, die richtige Zielgruppe dafür zu finden und das Geschäft wieder ein bisschen größer zu machen ist unser Ziel. 

Olympus hatte eine sehr loyale Kundschaft. Konnten Sie diese mit OM SYSTEM mitnehmen? Und können Sie neue Leute für die Marke gewinnen – also die Alten halten und neue dazugewinnen?

Huijzer: Eine neue Brand aufzubauen, erfordert unglaublich viel Arbeit, Zeit und Leistung. Die Marke Olympus war weltweit bekannt und hatte eine sehr loyale Kundschaft. Ich würde die Olympus-User als etwas ganz Besonderes bezeichnen: extrem loyal, sehr investiert in das System und stark daran interessiert, wie es der Firma geht und welche Philosophie sie hat. Wir haben einen Großteil unserer loyalen Fans mitnehmen können. Ehrlicherweise muss man aber dazusagen, dass uns viele immer noch als „Olympus“ oder „Olympus/OM“ sehen und vielleicht nicht immer direkt als OM SYSTEM erkennen. Für uns ist es extrem wichtig, die Balance zu treffen: einerseits diese loyalen Fans zu halten, andererseits aber auch neue Märkte und Kundenstämme zu begeistern. Da ist für uns noch viel Luft nach oben, indem wir die richtigen Zielgruppen finden. Es ist eine sehr interessante Mischung aus langjährigen Kunden und Leuten, die OM SYSTEM als ihre erste Marke überhaupt entdecken. Und da spielt das Thema Design eine enorm große Rolle bei der Kaufentscheidung – bei Kameras genau wie bei allen anderen Produkten heutzutage.

Wird das Design zentral in Japan entworfen, oder gibt es eigene Designer extra für Europa? 

Huijzer: Grundsätzlich werden unsere Produkte in Japan designed. Natürlich wird geschaut, wie die Produkte weltweit ankommen und ob sie in alle Märkte passen. Das ist heute anders als vor 30 oder 40 Jahren, als Produkte nur in Japan entwickelt und dann einfach an die anderen Märkte weitergegeben wurden. Heutzutage gibt es einen viel globaleren Outlook. 

Wir sind jetzt eine reine Kamerafirma. Wir haben zwar noch ein paar andere Standbeine, aber das Kamerasegment ist unser Hauptstandbein. Das führt dazu, dass wir uns genau über solche Dinge Gedanken machen können, ohne andere große Geschäftsfelder bedienen zu müssen. Unsere Designer arbeiten ausschließlich für uns an unseren Produkten. Es gibt etwa keine Medizintechnik mehr.

Wir beobachten aktuell ein echtes Revival der Kompaktkameras. Marken wie Canon oder Sony kommen mit der Produktion kaum hinterher. Wie sieht es hier bei OM SYSTEM aus?

Rymann: Dazu gibt es zwei Antworten. Erstens: Wir haben eine sehr erfolgreiche Kompaktkamera im Sortiment, die TG-7. Zweitens: Nach den analogen Filmkameras sind jetzt gerade bei jungen Leuten diese kleinen, farbigen Kompaktkameras wieder ganz stark im Kommen, die vor 10 bis 15 Jahren auf dem Markt waren und nun gebraucht gekauft werden. Wenn ich junge Leute mit solchen Kameras sehe, spreche ich sie immer an und frage sie, warum sie nicht mit dem Smartphone fotografieren. Darauf antworten diese, dass sie weg vom Smartphone wollen, weil sie darauf ohnehin schon alles machen – Netflix schauen, Musik hören, E-Mails lesen und WhatsApp-Chats schreiben. Sie wollen sich davon befreien. Außerdem mache das Smartphone zwar super Fotos, aber diese seien zu perfekt, zu overengineered. Die Jugendlichen wollen etwas Reales, das sie selbst kreieren können. Das ist ein ganz großer Trend, von dem wir hoffen, dass er auch auf andere Kameras in klassischen Designs herüberschwappt, wie wir sie heute schon herstellen.

Und wie sieht es mit neuen Kompaktkkameras bei OM SYSTEM aus? 

Rymann: Stand jetzt, haben wir keine weitere Kompaktkamera geplant.

Ein weiteres großes Thema ist künstliche Intelligenz (KI) – sei es für KI-generierte oder KI-veränderte Bilder. Sie setzen bei Ihren Kameras ja sehr stark auf „Computational Photography“. Wie weit wollen Sie in Richtung KI gehen? Wie stark sehen Sie das Smartphone hier als Konkurrenz?

Huijzer: Das Thema KI ist extrem spannend. Vorab muss ich sagen, dass wir als Firma in keinem Verband oder Konsortium vertreten sind, der oder das sich explizit gegen KI oder KI-Bilder ausgesprochen hat. Bei der C2PA-Initiative sind wir beispielsweise nicht vertreten. Gleichzeitig sehen wir ganz klar, dass bei uns das Bild im Vordergrund steht. Es geht um den Spaß am Bildermachen, das Festhalten eines Erlebnisses und eines realen Moments. Wenn ein Bild zu mehr als der Hälfte oder großenteils KI-generiert ist, stellt sich die Frage: Habe ich diesen Moment wirklich erlebt? Das entspricht nicht der Philosophie unserer Firma. Unsere Computational-Photography-Features sind unterstützende Funktionen. Entweder sind sie auf Kreativität ausgelegt, um den Benutzer den Moment auf eine andere Art erleben zu lassen, oder sie unterstützen den User in Situationen, in denen er den Moment verpassen könnte – wie unser Autofokus-Algorithmus, der automatisch auf Menschen, Vögel oder Autos fokussiert. Das sind unterstützende Funktionen, die nicht verfälschend in das Bild selbst eingreifen. 

Wir haben einerseits viele Kunden, die sich extrem tiefgehend mit der Fotografie auseinandersetzen, die das als Hobby sehen, tief in den Einstellungen stecken und genau wissen, mit welcher Verschlusszeit sie welches Ergebnis erzielen. Gleichzeitig wollen wir aber auch Menschen begeistern, die vom Smartphone kommen, ein Interesse am Bild und am Erleben des Moments haben, aber vielleicht keine komplette Kameraschulung machen möchten. Wir wollen sie davon überzeugen, dass die Kamera sie so weit unterstützt, dass tolle Bilder möglich sind. Manche Vogelfotografen finden den automatischen Fokus absolut genial, andere nutzen ihn nie, weil sie den Vogel so gut kennen, dass sie genau wissen, wann sie abdrücken müssen. Es ist eine Unterstützung bis zu einem gewissen Level, über das man hoffentlich irgendwann hinauswächst.

Rymann: Um das an einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen: Nehmen wir den eingebauten ND-Filter. Sie können das Bild ganz normal ohne ND-Filter machen oder elektronisch mit ND4, ND8 oder ND64 arbeiten – das ist Ihnen überlassen. Man kann mit diesen Tools kreativ spielen, muss es aber nicht. Die Kamera entscheidet das nicht ungefragt für Sie. Die Funktionen sind unterstützend, um Leute für die Fotografie zu begeistern. Wenn man das erste Mal eine Langzeitbelichtung macht, ist das oft anstrengend und kompliziert, wenn man es noch nicht kennt. Mit unseren Kameras ist es extrem einfach.

OM SYSTEM ist bisher stark für Tier-, Vogel- und Outdoor-Fotografie bekannt. Nun stellen Sie mit der neuen PEN eine Kamera vor, die sich eher für die Street-Fotografie im urbanen Raum eignet. Wollen Sie damit eine ganz neue Zielgruppe ansprechen, und wie sieht hier Ihre Strategie aus?

Huijzer: Als unsere Firma neu gegründet wurde, haben wir uns ganz klar auf den Outdoor-Bereich fokussiert – also auf Vogel- und Tierfotografie. Überall dort, wo man draußen unterwegs ist und kein schweres Equipment mitschleppen möchte, hat unser System im Micro-Four-Thirds-Format einen klaren Vorteil. Für eine Firma, die sich neu erfinden musste, war es gut, sich erst einmal auf diese Nische zu konzentrieren. Letztes Jahr haben wir die OM-3 gebracht, um uns wieder ein Stück weiter in den Street-Bereich zu begeben. Wir nutzen die klassischen OM-Stärken: Das Produkt bleibt leicht, bietet eine hervorragende Bildstabilisierung, kreative Unterstützungsfunktionen und Wetterfestigkeit. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter. Uns ist wichtig, das Schritt für Schritt zu machen. Die Kamera soll leicht sein und man soll sie immer mitnehmen können, im Alltag oder auf Reisen. Dies eben nicht beschränkt auf den Einsatzbereich in der Stadt, sondern im alltäglichen Leben. Die neue Kamera wird uns eine neue Zielgruppe erschließen und uns die Möglichkeit geben, andere User an das System heranzuführen. 

Rymann: Man kann sagen: Wir haben von allen Marken die wohl klarste Positionierung. Für jedes unserer Produkte haben wir eine ganz eindeutige Zielgruppe definiert. Für die OM-1 Mark II ist es der Vogel-, Wildtier- und Makrofotograf. Für die OM-5 Mark II ist es der Hiking- und Outdoor-Typ, der gerne draußen ist. Für die OM-3 ist es der Bereich Speed und Urban – und die neue Kamera zielt auf das Abenteur Alltag und Reisen. Über all dem stehen unsere zentralen USPs. Wir sind klein und leicht, bieten Computational Photography, haben die branchenweit stärkste Bildstabilisierung und unsere Produkte, die zudem absolut wetterfest sind. 

Ich beschreibe das lieber als „Outside“-Thema statt Outdoor, weil unter „Outdoor“ in Deutschland oft nur der Extrem-Bergsteiger verstanden wird. Das meinen wir damit aber nicht zwingend, sondern es kann auch der Vater sein, der mit einer OM-1 Mark II das Fußballspiel seines Sohnes im strömenden Regen mit einem 50mm-Objektiv fotografiert.

Die Pancakes von Panasonic waren ja immer sehr beliebt. Wie sieht es mit der Kooperation mit Panasonic aus? 

Rymann: Die Kooperation läuft im Grunde wie immer: Beide Firmen sind Mitglieder des Micro-Four-Thirds-Konsortiums und produzieren entsprechende Produkte für dieses System. Panasonic hat erst kürzlich wieder einige Objektive aktualisiert. Eine darüber hinausgehende, direkte Kooperation gibt es allerdings nicht.

Huijzer: Dass verschiedene Marken im selben System Objektive anbieten, ist eine der großen Stärken. Es stellt uns natürlich auch vor die Herausforderung, genau zu analysieren, was im Line-up noch fehlt. Wir fokussieren uns darauf, welche Kameras wir aktuell anbieten, welche Zielgruppen wir bedienen und welche Objektive dazu passen. In diese Richtung entwickeln wir auch weiter.

Gibt es Pläne für das klassische Four-Thirds-System? Oder ist das endgültig passé?

Rymann: Es ist nichts geplant. Das würde aus unserer Sicht auch keinen Sinn ergeben, weil die Technologie von Micro Four Thirds einfach viel weiter ist und auch weiterhin besser wird. Wir stellen auch im Gespräch mit Händlern fest, dass sich die Erwartungshaltung der Endkonsumenten verändert. Vor drei oder vier Jahren gab es noch viele Diskussionen über Vollformat oder die Frage, wie viele Megapixel ein Sensor hat. Diese Diskussionen finden heute im Hobbybereich nicht mehr statt. Den Leuten ist klar geworden, dass die reine Pixelzahl gar nicht so wichtig ist. Viel wichtiger ist, dass sie das passende Produkt für die Art der Fotografie haben, die sie machen möchten.

So hat etwa Fujifilm kürzlich Nikon bei den Verkaufszahlen überholt. Und Fujifilm hat keine Vollformat-Produkte – sie haben zwar das Mittelformat, aber das ist eine absolute Nische. Allein mit APS-C haben sie es geschafft, an Nikon vorbeizuziehen. Für mich ist das der Beweis, dass die Bedeutung der reinen Sensorgröße abnimmt. Und es zeigt auch, wie wichtig Marke und Design heute sind. 

Als Branche müssen wir uns fragen, wie wir Begeisterung für diese Produkte schaffen können, ohne uns ständig im rein Technischen zu verlieren. Niemand kauft die aktuellen Kompaktkameras wegen ihrer Megapixelzahl. Wenn wir als Hersteller nur davon leben wollen, die Pixelzahl immer weiter hochzuschrauben, erreichen wir damit keine neuen Kunden. Wir bei OM System versuchen lieber, auf andere Weise zu begeistern.

Welche Position im Herstellerranking streben Sie mittelfristig an?

Rymann: Am liebsten natürlich die erste! Aber im Ernst: Man muss realistisch bleiben. Als Olympus unser Geschäft verkauft hat, ging es für uns zunächst darum, die Firma am Laufen zu halten und diesen Brand-Change zu vollziehen. Das war ein ordentliches Stück Arbeit. Wenn ich bedenke, dass das erst fünf Jahre her ist, haben wir schon extrem viel geschafft. Jetzt befinden wir uns in einer Phase, in der wir wachsen und am Markt wieder ein bisschen zulegen wollen. 

Huijzer: Am Ende ist das Wichtigste, dass wir genügend Kunden für unsere Produkte begeistern. Das Schöne an dieser Firma ist, dass wir nicht starr auf ein Ranking schielen. Wir schauen lieber darauf, wie wir wachsen und unser Portfolio sinnvoll erweitern können, anstatt alle Ressourcen in ein starres Platzierungsziel zu stecken, von dem der Endverbraucher am Ende gar nichts hat. Mit der Fokussierung auf die Outdoor-Nische haben wir uns ganz bewusst von dieser Art von Politik verabschiedet.

Die PEN war vom Konzept her ja stets als extrem kompakte Kamera gedacht. Nun ist bei dem neuen Modell wieder ein Sucher mit an Bord. Wie kam es zu der Entscheidung zwischen absoluter Kompaktheit und einer Vollausstattung mit Sucher?

Huijzer: Seit 1959, als die erste Pen auf den Markt kam, war die Philosophie immer: eine einfach zu bedienende Kamera und maximaler Spaß am Fotografieren. Das gilt für die analogen wie die digitalen Modelle. Bei der neuen Kamera haben wir einen Touchscreen, über den man extrem einfach per Touch fokussieren kann – das passt hervorragend zu den Smartphone-Umsteigern. Gleichzeitig wissen wir aber: Um ernsthaft als Zweitkamera für einen OM-1- oder OM-3-User zu funktionieren, geht es kaum ohne Sucher. Der Sucher lässt einen den Moment ganz anders erleben. Wir haben versucht, diese zwei Welten zu vereinen. Die Pen-F aus dem Jahr 2016 war das bisher einzige digitale Pen-Modell mit eingebautem Sucher. Mit der neuen Kamera führen wir dieses Erbe fort, weil uns diese Vereinigung beider Welten extrem wichtig ist.

Was sieht es bei der Menüstruktur aus? Wurde diese verändert?

Rymann: Jain! Wir haben das Menü ja schon vor Kurzem massiv vereinfacht. Vorbei sind die Zeiten als wir für unsere schwierigen Menüs berühmt-berüchtigt waren. Das haben wir stark korrigiert. Die neue PEN ist noch einmal massiv einfacher geworden. Sie können wirklich fast alles über Touch und die Drehräder steuern. Wenn Sie nicht möchten, müssen Sie für nichts mehr ins Menü gehen. Das macht es gerade für Smartphone-Umsteiger extrem einfach und intuitiv bedienbar.

Huijzer: Genau. Bei der Einführung der OM-1 haben wir das Menü komplett überarbeitet. Die OM-5 Mark II, die OM-3 und die OM-1 haben jetzt alle dieselbe Menüstruktur, und diese finden Sie natürlich auch in der neuen PEN wieder. Dieser Wiedererkennungswert ist für unsere Bestandskunden extrem wichtig. Gleichzeitig haben wir die Bedienung noch intuitiver gestaltet: Alle unterstützenden KI-Funktionen sind jetzt unter einem einzigen „CP“-Button vereint und lassen sich einfach über diesen Knopf und das Drehrad bedienen. Auch die Videofunktion liegt direkt auf dem Wählrad, damit man blitzschnell auf Video sowie Quick- und Slow-Motion umschalten kann. Wer unsere Kameras kennt, wird sich sofort zurechtfinden, da es die klassische Struktur der OM-1 nutzt.

Leica hat mit den M-Monochrom-Modellen sehr erfolgreiche reine Schwarz-Weiß-Kameras im Programm. Wäre so eine reine Monochrom-Kamera nicht auch ein Thema für OM System?

Rymann: Diese Frage hören wir tatsächlich sehr oft. Aber eigentlich brauchen wir das gar nicht, weil wir unseren hervorragenden „Color Creator“-Knopf haben. Dieser erlaubt es Ihnen, das Gerät als komplette Monochrom-Kamera zu bedienen. Und nicht nur das: Sie können den Schwarz-Weiß-Look völlig frei nach Ihren Wünschen anpassen – ob mehr oder weniger Filmkorn, mehr Kontrast, oder eine Tönung in Richtung Blau oder Rot. Da haben Sie unzählige Einstellmöglichkeiten.

Huijzer: Es ist natürlich nicht so wie bei Leica, wo der Sensor physisch keine Farbfilter hat. Aber die Nachfrage nach solchen Spezialisierungen ist da, besonders nach der Vorstellung der OM-3. Wir haben ja auch schon eine reine Astro-Version der OM-3- und eine Infrarot-Version der OM-1 gebracht. Man sollte also niemals nie sagen – ausschließen würde ich für die Zukunft absolut nichts. Aktuell glauben wir aber, dass wir die Wünsche unserer Kunden im Monochrom- und Farbbereich mit den bestehenden Möglichkeiten bestens abdecken können. Auch wenn ich mich persönlich über ein solches Projekt in der Zukunft sehr freuen würde.

Herzlichen Dank für das offene und informative Gespräch!