Schwarze Eisberge, eingeschneite Schlittenhunde, Hütten, die von Eis und Schnee verschluckt werden. Ragnar Axelsson, isländischer Fotograf, Jahrgang 1958, reist seit den 1980er Jahren regelmäßig in die Arktis. In beeindruckenden Schwarz-Weiß-Bildern dokumentiert er eine atemberaubende Landschaft, die vor Schönheit nur so strotzt und gleichzeitig zu den unwirklichsten und lebensfeindlichsten Regionen unserer Erde gehört. Und trotzdem leben hier seit Jahrtausenden Menschen im Einklang mit ihrer Umgebung.
Das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung in München zeigt in der Ausstellung „Grönland“ eine Auswahl der wichtigsten Bilder aus Axelssons Werk – das bisher umfangreichste Langzeit-Dokumentationsprojekt über diese Region überhaupt. Vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Leica Oskar Barnack Award, nehmen uns diese Fotografien tief mit hinein in die unglaublichen Landschaften der Arktis und erzählen von den Menschen, die dort leben.
Dabei zieht sich Axelssons Freundschaft mit dem Jäger Hjelmer Hammeken wie ein roter Faden durch sein umfangreiches Werk. Auf zahlreichen Streifzügen über das Eis, mit dem Hundeschlitten, auf der Jagd nach Eisbären und Robben zeigt Axelsson, wie eng die Menschen hier mit ihrer Umgebung verbunden sind. Wie selbstverständlich sie die Natur nutzen, alles verwerten und ihre traditionelle Lebensweise lieben und bewahren.
Man könnte sich von diesen Bildern einfach bezaubern und in diese fremdartige Welt hineintragen lassen. Doch je tiefer man eintaucht, desto mehr schnürt es einem die Kehle zu. Die Arktis ist von der menschengemachten Klima-erwärmung besonders stark betroffen. Viele Dörfer, die noch vor 40 Jahren voller Leben waren, wurden inzwischen aufgegeben. Für die Jäger wird es von Jahr zu Jahr gefährlicher, sich auf das Eis hinauszuwagen. Immer öfter kommt es zu tödlichen Unfällen. Auch die Tierwelt ist von den Veränderungen unmittelbar betroffen.
„Nie war es wichtiger als jetzt, das Leben der Menschen in der Arktis und die Veränderungen, die sie durchmachen, in Worten und Bildern zu dokumentieren, damit die Welt sehen kann, was geschieht“, sagt Ragnar Axelsson. Und wie recht er hat.
Gerade am Beispiel der Arktis wird deutlich, welche Folgen unser Lebensstil und unser ungezügelter Konsum haben können. Was für uns oft weit entfernt und abstrakt erscheint, wird hier unmittelbar sichtbar.
Ragnar Axelsson gehört zu den bedeutenden Fotografen unserer Zeit. Seine eindringlichen Fotografien berühren nicht nur durch ihre Ästhetik, sondern auch durch das, was hinter ihnen sichtbar wird. Axelsson fotografiert nicht aus sicherer Distanz, sondern ist Teil davon. Durch seine langjährige Freundschaft mit den Menschen vor Ort nimmt er uns unmittelbar mit in deren Leben und vermittelt auf sehr persönliche Weise seine Liebe und Verbundenheit mit diesem Stück zerbrechlicher Erde.
Sein Appell richtet sich an uns alle, nicht nur an die Politik. Was in der Arktis heute schon sichtbar ist, wird auch uns betreffen. Wenn wir nicht bald unseren Umgang mit den kostbaren Ressourcen unserer Erde verändern, verschwindet nicht nur die Welt von Axelssons Freund, dem Jäger Hjelmer Hammeken. Es droht auch unsere Welt zu verschwinden, wie wir sie bisher kennen.
Schwarze Eisberge, eingeschneite Schlittenhunde, Hütten, die von Eis und Schnee verschluckt werden. Ragnar Axelsson, isländischer Fotograf, Jahrgang 1958, reist seit den 1980er Jahren regelmäßig in die Arktis. In beeindruckenden Schwarz-Weiß-Bildern dokumentiert er eine atemberaubende Landschaft, die vor Schönheit nur so strotzt und gleichzeitig zu den unwirklichsten und lebensfeindlichsten Regionen unserer Erde gehört. Und trotzdem leben hier seit Jahrtausenden Menschen im Einklang mit ihrer Umgebung.
Das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung in München zeigt in der Ausstellung „Grönland“ eine Auswahl der wichtigsten Bilder aus Axelssons Werk – das bisher umfangreichste Langzeit-Dokumentationsprojekt über diese Region überhaupt. Vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Leica Oskar Barnack Award, nehmen uns diese Fotografien tief mit hinein in die unglaublichen Landschaften der Arktis und erzählen von den Menschen, die dort leben.
Dabei zieht sich Axelssons Freundschaft mit dem Jäger Hjelmer Hammeken wie ein roter Faden durch sein umfangreiches Werk. Auf zahlreichen Streifzügen über das Eis, mit dem Hundeschlitten, auf der Jagd nach Eisbären und Robben zeigt Axelsson, wie eng die Menschen hier mit ihrer Umgebung verbunden sind. Wie selbstverständlich sie die Natur nutzen, alles verwerten und ihre traditionelle Lebensweise lieben und bewahren.
Man könnte sich von diesen Bildern einfach bezaubern und in diese fremdartige Welt hineintragen lassen. Doch je tiefer man eintaucht, desto mehr schnürt es einem die Kehle zu. Die Arktis ist von der menschengemachten Klima-erwärmung besonders stark betroffen. Viele Dörfer, die noch vor 40 Jahren voller Leben waren, wurden inzwischen aufgegeben. Für die Jäger wird es von Jahr zu Jahr gefährlicher, sich auf das Eis hinauszuwagen. Immer öfter kommt es zu tödlichen Unfällen. Auch die Tierwelt ist von den Veränderungen unmittelbar betroffen.
„Nie war es wichtiger als jetzt, das Leben der Menschen in der Arktis und die Veränderungen, die sie durchmachen, in Worten und Bildern zu dokumentieren, damit die Welt sehen kann, was geschieht“, sagt Ragnar Axelsson. Und wie recht er hat.
Gerade am Beispiel der Arktis wird deutlich, welche Folgen unser Lebensstil und unser ungezügelter Konsum haben können. Was für uns oft weit entfernt und abstrakt erscheint, wird hier unmittelbar sichtbar.
Ragnar Axelsson gehört zu den bedeutenden Fotografen unserer Zeit. Seine eindringlichen Fotografien berühren nicht nur durch ihre Ästhetik, sondern auch durch das, was hinter ihnen sichtbar wird. Axelsson fotografiert nicht aus sicherer Distanz, sondern ist Teil davon. Durch seine langjährige Freundschaft mit den Menschen vor Ort nimmt er uns unmittelbar mit in deren Leben und vermittelt auf sehr persönliche Weise seine Liebe und Verbundenheit mit diesem Stück zerbrechlicher Erde.
Sein Appell richtet sich an uns alle, nicht nur an die Politik. Was in der Arktis heute schon sichtbar ist, wird auch uns betreffen. Wenn wir nicht bald unseren Umgang mit den kostbaren Ressourcen unserer Erde verändern, verschwindet nicht nur die Welt von Axelssons Freund, dem Jäger Hjelmer Hammeken. Es droht auch unsere Welt zu verschwinden, wie wir sie bisher kennen.
„Ragnar Axelsson: Greenland“
Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, München, bis 1.11.
tgl 10 bis 18 Uhr, Freitag 10 bis 20 Uhr
Eintritt frei!
https://versicherungskammer-kulturstiftung.de/kunstfoyer/
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