Mitzy Violeta Cortez ist Teil von „Indigenous Futures“, einem Netzwerk, das die Klimakrise aus der Perspektive indigener Völker thematisiert. Sie hat an den Klimakonferenzen COP26 und COP30 teilgenommen. In diesem Portrait wird sie zusammen mit ihren Vorfahren und zukünftigen Generationen als geeinte Verteidigung ihres Territoriums dargestellt. Das Foto ist Teil der Serie "Bilha, Stories of my Sisters".
Foto: Citlali Fabián/Mexiko, Photographer of the Year und Gewinnerin der Professional-Competition-Kategorie Creative / Sony World Photography Awards 2026
Donnerstags abends gaben die Sony World Photography Awards bei einer Galaveranstaltung in London den „Photographer of the Year 2026“ bekannt. Die Mexikanerin Citlali Fabián wurde mit dem prestigeträchtigen Titel für ihre Serie „Bilha, Stories of my Sisters“ ausgezeichnet.
Eine überglückliche Citlali Fabián bei ihrer Dankesrede auf der SWPA-Gala. Foto: Klaus Lorbeer
Citlali Fabián, die Gesamtgewinnerin der Sony World Photography Awards 2026 ist eine bildende Künstlerin aus der indigenen Gemeinschaft der Yalalteca in Mexiko, die derzeit in London lebt und sich in ihrer Fotografie mit Fragen der Identität und deren Verbindungen zu Territorium, Migration und Gemeinschaftsbindungen auseinandersetzt. Fabián erhält ein Preisgeld in Höhe von 25.000 US-Dollar, eine Auswahl an Sony Kamera-Equipment sowie die Möglichkeit einer Einzelausstellung im Rahmen der Sony World Photography Awards 2027.
Fabián wurde aus den zehn Gewinnern und Gewinnerinnen der Kategorie „Professional“ ausgewählt, die gemeinsam mit den Zweit- und Drittplatzierten jeder Kategorie auf der SWPA-GAla bekannt gegeben wurden. Im Rahmen des Abendprogramms wurden zudem die Gesamtsieger der Wettbewerbe „Open“, „Student“ und „Youth“ der Awards geehrt.
Ein sichtlich gut gelaunter Joel Meyerowitz bei der Pressekonferenz vor der Gala-Abendveranstaltung. Fotos: Klaus Lorbeer
Sicherlich ein Höhepunkt der Gala war der bekannte Fotograf Joel Meyerowitz, der dieses Jahr für seine „Outstanding Contribution to Photography“ ausgezeichnet wurde. Der trotz seiner 87 Jahre sehr fitte Meyerowitz hielt eine kurzweilige Dankesrede, die sich durch den für Optimismus und Zuversicht für die nachwachsende Genration von Fotografen und Fotografinnen auszeichnete.
Joel Meyerowitz: „New York City“, 1965 Foto: Joel Meyerowitz
Die Ausstellung zu den Sony World Photography Awards 2026 findet vom 17. April bis zum 4. Mai traditionell im Somerset House in London statt. Gezeigt werden über 300 Abzüge und eine Vielzahl an Bildern auf digitalen Displays sowie eine Sonderpräsentation von Joel Meyerowitz.
Infos zur Fotoserie der Fotografin des Jahres
Citlali Fabián gewinnt mit ihrem Projekt „Bilha, Stories of my Sisters“, das sorgfältig gestaltete fotografische Portraits mit digitalen Illustrationen verbindet. Die Serie erzählt die Geschichten von beeindruckenden Frauen aus indigenen Gemeinschaften im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, die mit ihrem starken Engagement in verschiedenen Bereichen – unter anderem in Recht, Linguistik, Kunst und Ökologie – eine bleibende Wirkung hinterlassen haben. Das Projekt entstand in enger, kontinuierlicher Zusammenarbeit mit den auf den Fotos abgebildeten Frauen und soll junge Mädchen mit positiven Vorbildern inspirieren. Die Bilder dieser Serie heben sowohl die Leistungen als auch Lebenserfahrungen und Motivationen dieser Frauen hervor. Die auf die Portraits aufgebrachten digitalen Zeichnungen bestehen aus Symbolen und Motiven, die die persönlichen Lebenswege der Porträtierten widerspiegeln und ihr kulturelles Erbe würdigen.
Alle Bilder stammen aus der Serie „Bilha, Stories of my Sisters“ von Citlali Fabián. Bild links: Yasnaya Elena Aguilar ist Ayuujk-Linguistin, Autorin und Aktivistin, die sich für sprachliche Vielfalt und die Rechte indigener Völker einsetzt. Hier ist Yasnaya zusammen mit ihrer Großmutter und Urgroßmutter abgebildet, die die Grundpfeiler ihrer Erziehung waren und ihr den Weg in die Welt gewiesen haben. Das „ää“ steht für die Samen, die sie gesät hat, um ihre Muttersprache zu schützen und zu bewahren. Bild Mitte: Luna Maran ist eine zapotekische Filmemacherin, Pädagogin und Aktivistin. Ihr neuester Film, „Chicharras“ (Zikaden), entstand in Zusammenarbeit mit ihrer Gemeinschaft und handelt vom Kampf um indigene Gebiete, von gemeinschaftlicher Organisation und der politischen Teilhabe von Frauen. Dieses Bild zeigt sie, umgeben von Zikaden, die mit ihrem gemeinsamen Gesang Wellen der Veränderung auslösen. Bild rechts: Maestra Lety Gallardo ist Musikerin, Dirigentin und Gründerin der ersten regionalen Frauenband, „Mujeres del Viento Florido“. Durch ihre Arbeit wurde sie zur Verfechterin der Rechte von Mädchen und setzt sich für Inklusion in einem von Männern dominierten Bereich ein. Auf diesem Bild ist sie zu sehen, wie sie ihr Lieblingsstück aus Oaxaca, „Dios nunca muere“ (Gott stirbt nie), dirigiert. Alle Fotos: Citlali Fabián/Mexiko, Photographer of the Year, Kategorie Professional Competition, Creative, Sony World Photography Awards 2026
Gewinner und Gewinnerinnen der Kategorie „Professional“
Die Gewinnerserien des Wettbewerbs „Pofessional“ 2026 wurden von einer Fachjury ausgewählt. Jeder der Gewinnerfotografen zeichnet sich durch einen originellen Ansatz beim Storytelling und herausragende technische Fähigkeiten aus. Alle Kategoriesieger erhalten Kamera-Equipment von Sony und wurden zur Teilnahme an „Insights“ eingeladen, einem Tag mit Fachvorträgen von Branchenexperten in London.
Die diesjährigen Gewinner und Gewinnerinnen sind:
ARCHITEKTUR& DESIGN Gewinner: Joy Saha (Bangladesch) für „Homes of Haor“ 2. Platz André Tezza (Brasilien) 3. Platz Chen Liang (Festlandchina)
KREATIV Gewinnerin: Citlali Fabián (Mexiko) für „Bilha, Stories of My Sisters“ 2. Platz Pablo Ramos (Mexiko) 3. Platz Ben Brooks (Vereinigtes Königreich)
DOKUMENTATIONSPROJEKTE Gewinner: Santiago Mesa (Kolumbien) für „Under the Shadow of Coca“ 2. Platz Colin Delfosse (Belgien) 3. Platz Alexandre Bagdassarian (Frankreich)
UMWELT Gewinnerin: Isadora Romero (Ecuador) für „Notes on How to Build a Forest“ 2. Platz Matteo Trevisan (Italien) 3. Platz Shane Hynan (Irland)
LANDSCHAFT Gewinnerin: Dafna Talmor (Vereinigtes Königreich) für „Constructed Landscapes“ 2. Platz Andreas Secci (Deutschland) 3. Platz Michael Blann (Vereinigtes Königreich)
PERSPEKTIVEN Gewinner: Seungho Kim (Republik Korea) für „Sunny Side Up: Ein Porträt der durchschnittlichsten K-Erziehung von heute“ 2. Platz Hayate Kurisu (Japan) 3. Platz Fredrik Lerneryd (Schweden)
PORTRAIT Gewinner: Jean-Marc Caimi & Valentina Piccinni (Italien) für „The Faithful“ 2. Platz Marisa Reichert (Deutschland) 3. Platz Federico Borella (Italien)
SPORT Gewinner: Todd Antony (Neuseeland) für „Buzkashi“ 2. Platz Morgan Otagburuagu (Nigeria) 3. Platz Rob Van Thienen (Belgien)
STILLLEBEN Gewinnerin: Vilma Taubo (Norwegen) für „Talking Without Speaking“ 2. Platz Gargi Sharma (Indien) 3. Platz Daniele Vita (Italien)
WILDLIFE & NATUR Gewinner: Will Burrard-Lucas (Vereinigtes Königreich) für „Crossing Point“ 2. Platz Anita Pouchard Serra (Argentinien) 3. Platz Wolfgang Duerr (Deutschland)
Open Photographer of the Year
Ellen Leontiev: „The Barefoot Volvanologist“ Auf den Ascheebenen des Mount Yasur auf der Insel Tanna in Vanuatu steht Phillip, ein international anerkannter, autodidaktischer Vulkanologe, barfuß auf einem vulkanischen Gesteinsbrocken. Er trägt einen Lava-Schutzanzug, den ihm Forscher geschenkt haben, während hinter ihm der Vulkan schwelt und eine Wolke aus Gas und Schwefel in den Himmel schickt. Phillip ist unterhalb des aktiven Vulkans aufgewachsen, und dieses Portrait fängt ihn in seinem Element ein. Foto: Elle Leontiev/Australien, Open Photographer of the Year, Open Competition, Kategorie Portrait, Sony World Photography Awards 2026
Der Open-Wettbewerb ist eine Hommage an die Kraft des fotografischen Bildes. In einem einzelnen Foto wird ein Augenblick festgehalten, der verdichtet in einem einzelnen Bild eine Geschichte erzählt. Der „Open Photographer of the Year 2026“ ist Elle Leontiev (Australien). Sie erhält einen Geldpreis in Höhe von 5.000 US-Dollar sowie Kamera-Equipment von Sony.
Leontiev gewinnt mit „The Barefoot Volcanologist“, einem eindrucksvollen Portait von Phillip Yamah, einem international anerkannten, autodidaktischen Vulkanologen, der auf der Insel Tanna in Vanuatu auf einer vulkanischen Gesteinsbombe steht.
Elle Leontiev kommentiert ihren Sieg wie folgt: „2018 stand ich in einer Londoner Galerie bei der Ausstellung der Sony World Photography Awards und träumte davon, dort vertreten zu sein. Jahre später ist mein Traum wahr geworden. Zu sehen, dass meine Arbeit gewonnen hat, hat mich mit überwältigender Dankbarkeit und Tränen der Freude erfüllt. Es ist eine Erinnerung daran, dass stille Träume, die mit Herz gepflegt und verfolgt werden, wahr werden können.“
Gewinner der Kategorie „Open Competition“
Architektur Markus Naarttiijärvi/Schweden (Kategoriesieger)
Kreativ Siavosh Ejlali/Iran, Islamische Republik (Kategoriesieger)
Landschaft J Fritz Rumpf/Vereinigte Staaten (Kategoriesieger)
Lifestyle Vanta Coda III/Vereinigte Staaten (Kategoriesieger)
Bewegung Franklin Littlefield/Vereinigte Staaten (Kategoriesieger)
Natur und Wildlife Klaus Hellmich/Deutschland (Kategoriesieger)
Objekt Robby Ogilvie/Vereinigtes Königreich (Kategoriesieger)
Portrait Elle Leontiev/Australien (Open Photographer of the Year)
Das Thema des diesjährigen Studierendenwettbewerbs lautete „Together“. Gefragt waren Fotoserien zum Thema Zusammengehörigkeit, wobei das Konzept im weitesten Sinne ausgelegt werden sollte. Der “Student Photographer of the Year 2026” ist Jubair Ahmed Arnob aus Bangladesch (Counter Foto – A Center for Visual Arts). Seine Serie „The Place Where I Used To Play“ erzählt visuell von der sich wandelnden Landschaft der Green Model Town in Dhaka in Bangladesch, wo die Stadtentwicklung das tägliche Leben und die Topografie der Vororte verändert.
„Der Gewinn des Sony World Photography Award fühlt sich an wie ein wahr gewordener Traum“, sagt Jubair Ahmed Arnob zu seinem Sieg. „Jahrelange Leidenschaft, Erinnerungen und Geschichten werden endlich gesehen und anerkannt. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit, Freude und neuer Motivation, die Welt weiterhin durch meine Linse einzufangen.“
Jubair Ahmed Arnob: „The River Without Fish“ Die Fische gehören in den Fluss, doch der Fluss ist verschwunden. Ein Mann steht im Wasser, während über ihm Luftballons in Form von Delfinen schweben – eine Parodie auf Freude. Die Natur wird durch Plastik ersetzt, das Überleben wird als Fest dargestellt. Die Urbanisierung verwandelt Flüsse in Märkte, Lebewesen in Handelsware und Erinnerungen in etwas Vergängliches. Das Foto ist Teil der Serie „Series Name: „The Place Where I Used to Play“, in der Jubair Ahmed Arnob in Erinnerung nach Green Model Townin Dhaka (Bangladesch) zurückkehrt, wo die Flüsse, Kanäle, Teiche und Felder, die einst voller Lachen waren, nun unter Beton begraben liegen. Über drei Jahre hinweg hat er verschwindende Landschaften in einem verträumten, surrealen Stil fotografiert und Bilder mit Erinnerungen und Emotionen überlagert. Die Urbanisierung kann Flüsse, Häuser und Freude auslöschen, doch Gemeinschaften bestehen fort. Diese Arbeit trägt Erinnerungen über die Fakten hinaus und spiegelt den Wandel von Dhaka wider, während sie gleichzeitig bei Städten weltweit, die ähnliche Verluste erleben, Resonanz findet. Foto: Jubair Ahmed Arnob/Bangladesch, Student Photographer of the Year, Studentenwettbewerb, Sony World Photography Awards 2026
Jugendfotograf des Jahres
Der Jugendwettbewerb 2026 lud alle Fotografen und Fotografinnen im Alter bis maximal 19 Jahren ein, sich an der offenen Ausschreibung zu beteiligen und ihre besten Bilder des vergangenen Jahres einzureichen. Der „Youth Photographer of the Year“ ist der 16-jährige Schwede Philip Kangas. Er erhält die Auszeichnung für „Saving History from the Flames“, ein bemerkenswertes Bild von zwei Feuerwehrleuten, die während eines Brandes ein Kunstwerk aus der Königlichen Kunstakademie in Stockholm tragen und dabei die Action und Zusammenarbeit des Augenblicks einfangen.
Philip Kangas: „Saving History from the Flames“ Als in der Königlichen Akademie der Bildenden Künste im Zentrum von Stockholm ein Feuer ausbrach, begannen die Feuerwehrleute während der Löscharbeiten auch die Kunstwerke in Sicherheit zu bringen. Foto: Philip Kangas/Schweden, Jugendfotograf des Jahres, Jugendwettbewerb, Sony World Photography Awards 2026
Donnerstags abends gaben die Sony World Photography Awards bei einer Galaveranstaltung in London den „Photographer of the Year 2026“ bekannt. Die Mexikanerin Citlali Fabián wurde mit dem prestigeträchtigen Titel für ihre Serie „Bilha, Stories of my Sisters“ ausgezeichnet.
Citlali Fabián, die Gesamtgewinnerin der Sony World Photography Awards 2026 ist eine bildende Künstlerin aus der indigenen Gemeinschaft der Yalalteca in Mexiko, die derzeit in London lebt und sich in ihrer Fotografie mit Fragen der Identität und deren Verbindungen zu Territorium, Migration und Gemeinschaftsbindungen auseinandersetzt. Fabián erhält ein Preisgeld in Höhe von 25.000 US-Dollar, eine Auswahl an Sony Kamera-Equipment sowie die Möglichkeit einer Einzelausstellung im Rahmen der Sony World Photography Awards 2027.
Fabián wurde aus den zehn Gewinnern und Gewinnerinnen der Kategorie „Professional“ ausgewählt, die gemeinsam mit den Zweit- und Drittplatzierten jeder Kategorie auf der SWPA-GAla bekannt gegeben wurden. Im Rahmen des Abendprogramms wurden zudem die Gesamtsieger der Wettbewerbe „Open“, „Student“ und „Youth“ der Awards geehrt.
Sicherlich ein Höhepunkt der Gala war der bekannte Fotograf Joel Meyerowitz, der dieses Jahr für seine „Outstanding Contribution to Photography“ ausgezeichnet wurde. Der trotz seiner 87 Jahre sehr fitte Meyerowitz hielt eine kurzweilige Dankesrede, die sich durch den für Optimismus und Zuversicht für die nachwachsende Genration von Fotografen und Fotografinnen auszeichnete.
Die Ausstellung zu den Sony World Photography Awards 2026 findet vom 17. April bis zum 4. Mai traditionell im Somerset House in London statt. Gezeigt werden über 300 Abzüge und eine Vielzahl an Bildern auf digitalen Displays sowie eine Sonderpräsentation von Joel Meyerowitz.
Infos zur Fotoserie der Fotografin des Jahres
Citlali Fabián gewinnt mit ihrem Projekt „Bilha, Stories of my Sisters“, das sorgfältig gestaltete fotografische Portraits mit digitalen Illustrationen verbindet. Die Serie erzählt die Geschichten von beeindruckenden Frauen aus indigenen Gemeinschaften im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, die mit ihrem starken Engagement in verschiedenen Bereichen – unter anderem in Recht, Linguistik, Kunst und Ökologie – eine bleibende Wirkung hinterlassen haben. Das Projekt entstand in enger, kontinuierlicher Zusammenarbeit mit den auf den Fotos abgebildeten Frauen und soll junge Mädchen mit positiven Vorbildern inspirieren. Die Bilder dieser Serie heben sowohl die Leistungen als auch Lebenserfahrungen und Motivationen dieser Frauen hervor. Die auf die Portraits aufgebrachten digitalen Zeichnungen bestehen aus Symbolen und Motiven, die die persönlichen Lebenswege der Porträtierten widerspiegeln und ihr kulturelles Erbe würdigen.
Bild links: Yasnaya Elena Aguilar ist Ayuujk-Linguistin, Autorin und Aktivistin, die sich für sprachliche Vielfalt und die Rechte indigener Völker einsetzt. Hier ist Yasnaya zusammen mit ihrer Großmutter und Urgroßmutter abgebildet, die die Grundpfeiler ihrer Erziehung waren und ihr den Weg in die Welt gewiesen haben. Das „ää“ steht für die Samen, die sie gesät hat, um ihre Muttersprache zu schützen und zu bewahren.
Bild Mitte: Luna Maran ist eine zapotekische Filmemacherin, Pädagogin und Aktivistin. Ihr neuester Film, „Chicharras“ (Zikaden), entstand in Zusammenarbeit mit ihrer Gemeinschaft und handelt vom Kampf um indigene Gebiete, von gemeinschaftlicher Organisation und der politischen Teilhabe von Frauen. Dieses Bild zeigt sie, umgeben von Zikaden, die mit ihrem gemeinsamen Gesang Wellen der Veränderung auslösen.
Bild rechts: Maestra Lety Gallardo ist Musikerin, Dirigentin und Gründerin der ersten regionalen Frauenband, „Mujeres del Viento Florido“. Durch ihre Arbeit wurde sie zur Verfechterin der Rechte von Mädchen und setzt sich für Inklusion in einem von Männern dominierten Bereich ein. Auf diesem Bild ist sie zu sehen, wie sie ihr Lieblingsstück aus Oaxaca, „Dios nunca muere“ (Gott stirbt nie), dirigiert. Alle Fotos: Citlali Fabián/Mexiko, Photographer of the Year, Kategorie Professional Competition, Creative, Sony World Photography Awards 2026
Gewinner und Gewinnerinnen der Kategorie „Professional“
Die Gewinnerserien des Wettbewerbs „Pofessional“ 2026 wurden von einer Fachjury ausgewählt. Jeder der Gewinnerfotografen zeichnet sich durch einen originellen Ansatz beim Storytelling und herausragende technische Fähigkeiten aus. Alle Kategoriesieger erhalten Kamera-Equipment von Sony und wurden zur Teilnahme an „Insights“ eingeladen, einem Tag mit Fachvorträgen von Branchenexperten in London.
Die diesjährigen Gewinner und Gewinnerinnen sind:
ARCHITEKTUR & DESIGN
Gewinner: Joy Saha (Bangladesch) für „Homes of Haor“
2. Platz André Tezza (Brasilien)
3. Platz Chen Liang (Festlandchina)
KREATIV
Gewinnerin: Citlali Fabián (Mexiko) für „Bilha, Stories of My Sisters“
2. Platz Pablo Ramos (Mexiko)
3. Platz Ben Brooks (Vereinigtes Königreich)
DOKUMENTATIONSPROJEKTE
Gewinner: Santiago Mesa (Kolumbien) für „Under the Shadow of Coca“
2. Platz Colin Delfosse (Belgien)
3. Platz Alexandre Bagdassarian (Frankreich)
UMWELT
Gewinnerin: Isadora Romero (Ecuador) für „Notes on How to Build a Forest“
2. Platz Matteo Trevisan (Italien)
3. Platz Shane Hynan (Irland)
LANDSCHAFT
Gewinnerin: Dafna Talmor (Vereinigtes Königreich) für „Constructed Landscapes“
2. Platz Andreas Secci (Deutschland)
3. Platz Michael Blann (Vereinigtes Königreich)
PERSPEKTIVEN
Gewinner: Seungho Kim (Republik Korea) für „Sunny Side Up: Ein Porträt der durchschnittlichsten K-Erziehung von heute“
2. Platz Hayate Kurisu (Japan)
3. Platz Fredrik Lerneryd (Schweden)
PORTRAIT
Gewinner: Jean-Marc Caimi & Valentina Piccinni (Italien) für „The Faithful“
2. Platz Marisa Reichert (Deutschland)
3. Platz Federico Borella (Italien)
SPORT
Gewinner: Todd Antony (Neuseeland) für „Buzkashi“
2. Platz Morgan Otagburuagu (Nigeria)
3. Platz Rob Van Thienen (Belgien)
STILLLEBEN
Gewinnerin: Vilma Taubo (Norwegen) für „Talking Without Speaking“
2. Platz Gargi Sharma (Indien)
3. Platz Daniele Vita (Italien)
WILDLIFE & NATUR
Gewinner: Will Burrard-Lucas (Vereinigtes Königreich) für „Crossing Point“
2. Platz Anita Pouchard Serra (Argentinien)
3. Platz Wolfgang Duerr (Deutschland)
Open Photographer of the Year
Auf den Ascheebenen des Mount Yasur auf der Insel Tanna in Vanuatu steht Phillip, ein international anerkannter, autodidaktischer Vulkanologe, barfuß auf einem vulkanischen Gesteinsbrocken. Er trägt einen Lava-Schutzanzug, den ihm Forscher geschenkt haben, während hinter ihm der Vulkan schwelt und eine Wolke aus Gas und Schwefel in den Himmel schickt. Phillip ist unterhalb des aktiven Vulkans aufgewachsen, und dieses Portrait fängt ihn in seinem Element ein.
Foto: Elle Leontiev/Australien, Open Photographer of the Year, Open Competition, Kategorie Portrait, Sony World Photography Awards 2026
Der Open-Wettbewerb ist eine Hommage an die Kraft des fotografischen Bildes. In einem einzelnen Foto wird ein Augenblick festgehalten, der verdichtet in einem einzelnen Bild eine Geschichte erzählt. Der „Open Photographer of the Year 2026“ ist Elle Leontiev (Australien). Sie erhält einen Geldpreis in Höhe von 5.000 US-Dollar sowie Kamera-Equipment von Sony.
Leontiev gewinnt mit „The Barefoot Volcanologist“, einem eindrucksvollen Portait von Phillip Yamah, einem international anerkannten, autodidaktischen Vulkanologen, der auf der Insel Tanna in Vanuatu auf einer vulkanischen Gesteinsbombe steht.
Elle Leontiev kommentiert ihren Sieg wie folgt: „2018 stand ich in einer Londoner Galerie bei der Ausstellung der Sony World Photography Awards und träumte davon, dort vertreten zu sein. Jahre später ist mein Traum wahr geworden. Zu sehen, dass meine Arbeit gewonnen hat, hat mich mit überwältigender Dankbarkeit und Tränen der Freude erfüllt. Es ist eine Erinnerung daran, dass stille Träume, die mit Herz gepflegt und verfolgt werden, wahr werden können.“
Gewinner der Kategorie „Open Competition“
Architektur
Markus Naarttiijärvi/Schweden (Kategoriesieger)
Kreativ
Siavosh Ejlali/Iran, Islamische Republik (Kategoriesieger)
Landschaft
J Fritz Rumpf/Vereinigte Staaten (Kategoriesieger)
Lifestyle
Vanta Coda III/Vereinigte Staaten (Kategoriesieger)
Bewegung
Franklin Littlefield/Vereinigte Staaten (Kategoriesieger)
Natur und Wildlife
Klaus Hellmich/Deutschland (Kategoriesieger)
Objekt
Robby Ogilvie/Vereinigtes Königreich (Kategoriesieger)
Portrait
Elle Leontiev/Australien (Open Photographer of the Year)
Straßenfotografie
Giulia Pissagroia/Italien (Kategoriesieger)
Reisen
Megumi Murakami/Japan (Kategoriesieger)
Studentischer Fotograf des Jahres
Das Thema des diesjährigen Studierendenwettbewerbs lautete „Together“. Gefragt waren Fotoserien zum Thema Zusammengehörigkeit, wobei das Konzept im weitesten Sinne ausgelegt werden sollte. Der “Student Photographer of the Year 2026” ist Jubair Ahmed Arnob aus Bangladesch (Counter Foto – A Center for Visual Arts). Seine Serie „The Place Where I Used To Play“ erzählt visuell von der sich wandelnden Landschaft der Green Model Town in Dhaka in Bangladesch, wo die Stadtentwicklung das tägliche Leben und die Topografie der Vororte verändert.
„Der Gewinn des Sony World Photography Award fühlt sich an wie ein wahr gewordener Traum“, sagt Jubair Ahmed Arnob zu seinem Sieg. „Jahrelange Leidenschaft, Erinnerungen und Geschichten werden endlich gesehen und anerkannt. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit, Freude und neuer Motivation, die Welt weiterhin durch meine Linse einzufangen.“
Die Fische gehören in den Fluss, doch der Fluss ist verschwunden. Ein Mann steht im Wasser, während über ihm Luftballons in Form von Delfinen schweben – eine Parodie auf Freude. Die Natur wird durch Plastik ersetzt, das Überleben wird als Fest dargestellt. Die Urbanisierung verwandelt Flüsse in Märkte, Lebewesen in Handelsware und Erinnerungen in etwas Vergängliches. Das Foto ist Teil der Serie „Series Name: „The Place Where I Used to Play“, in der Jubair Ahmed Arnob in Erinnerung nach Green Model Townin Dhaka (Bangladesch) zurückkehrt, wo die Flüsse, Kanäle, Teiche und Felder, die einst voller Lachen waren, nun unter Beton begraben liegen. Über drei Jahre hinweg hat er verschwindende Landschaften in einem verträumten, surrealen Stil fotografiert und Bilder mit Erinnerungen und Emotionen überlagert. Die Urbanisierung kann Flüsse, Häuser und Freude auslöschen, doch Gemeinschaften bestehen fort. Diese Arbeit trägt Erinnerungen über die Fakten hinaus und spiegelt den Wandel von Dhaka wider, während sie gleichzeitig bei Städten weltweit, die ähnliche Verluste erleben, Resonanz findet.
Foto: Jubair Ahmed Arnob/Bangladesch, Student Photographer of the Year, Studentenwettbewerb, Sony World Photography Awards 2026
Jugendfotograf des Jahres
Der Jugendwettbewerb 2026 lud alle Fotografen und Fotografinnen im Alter bis maximal 19 Jahren ein, sich an der offenen Ausschreibung zu beteiligen und ihre besten Bilder des vergangenen Jahres einzureichen. Der „Youth Photographer of the Year“ ist der 16-jährige Schwede Philip Kangas. Er erhält die Auszeichnung für „Saving History from the Flames“, ein bemerkenswertes Bild von zwei Feuerwehrleuten, die während eines Brandes ein Kunstwerk aus der Königlichen Kunstakademie in Stockholm tragen und dabei die Action und Zusammenarbeit des Augenblicks einfangen.
Als in der Königlichen Akademie der Bildenden Künste im Zentrum von Stockholm ein Feuer ausbrach, begannen die Feuerwehrleute während der Löscharbeiten auch die Kunstwerke in Sicherheit zu bringen.
Foto: Philip Kangas/Schweden, Jugendfotograf des Jahres, Jugendwettbewerb, Sony World Photography Awards 2026
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