Allgemein Vermischtes

Gemeinsames Fotoprojekt von Schweizer Bergsportmarke Mammut und Outdoorfotograf Rainer Eder

Sybille Blanjean beim Sprung aus der Baggerschaufel. Foto: Mammut/Rainer Eder

Sybille Blanjean beim Sprung aus der Baggerschaufel. Foto: Mammut/Rainer Eder

Das Fotoprojekt zeigt Spitzensportlerinnen und -sportler in ungewohnten, teils surrealen Settings – fernab der ihnen bekannten klassischen alpinen Kulissen. Orte, die auf den ersten Blick nicht für den Sport gemacht sind, werden zur Bühne für Präzision, Kontrolle und mentale Stärke. Damit soll vor allem die Aussage „Leidenschaft und Fokus sind unabhängig vom Umfeld“ kommuniziert werden.

Ausgehend von der Idee, wie sich Bergsport in einer sich verändernden Welt neu denken lässt, entwickelte Eder gemeinsam mit der Kreativagentur Perger & Berger eine Serie, die bewusst mit Kontrasten spielt. Die Athletinnen und Athleten werden nicht inszeniert, sondern in Bewegung gezeigt – beim Klettern, Laufen oder Skifahren. Ihre Konzentration bleibt konstant, selbst wenn die Umgebung ungewohnt, fordernd oder widersprüchlich wirkt. Dabei ist die Bildwelt bewusst zugespitzt – als künstlerischer Impuls, der dazu einlädt, über den Wandel unserer Umwelt nachzudenken, ohne den Kern des Sports aus den Augen zu verlieren. 

Die Idee hinter dem Projekt

Im Zentrum des Projekts steht die Haltung, Herausforderungen nicht auszuweichen, sondern ihnen aktiv zu begegnen. Dafür wurden die Athletinnen und Athleten gezielt mit Szenarien konfrontiert, die außerhalb ihrer gewohnten Bewegungsräume liegen – und genau darin ihre Stärke zeigen:

  • Sybille Blanjean: Die Schweizer Freeriderin setzt aus der Schaufel eines Baggers zum Drop an. Die industrielle Umgebung steht im Kontrast zu ihrer Bewegung – ihr Fokus bleibt derselbe. Kontrolle, Timing und Flow bleiben unverändert, unabhängig vom Terrain.
  • Jonas Schild: Ausgerüstet wie beim Eisklettern bewegt sich der Schweizer Alpinist durch massive Stapel aus Altpapier. Was wie ein Bruch mit der Realität wirkt, wird zur logischen Route – präzise, kontrolliert und mit derselben Konsequenz wie in einer alpinen Wand. 
  • Marie GamenInmitten eines verlassenen Schiffsfriedhofs findet die französische Kletterin ihren Weg nach oben. Instabile Strukturen werden zu Tritten und Griffen – getragen von Erfahrung, Körpergefühl und Vertrauen in die eigene Bewegung.
  • Severine PetersenEin steiles Förderband ersetzt den alpinen Grat. Die deutsche Trailrunnerin bleibt in ihrem Rhythmus – effizient, gleichmäßig, fokussiert. Die Umgebung verändert sich, die Bewegung bleibt. ​ 

Die Serie zeigt Athletinnen und Athleten in Momenten, in denen sie das tun, was sie definiert – unabhängig von äußeren Bedingungen. Die Idee dahinter: Resilienz wird hier nicht erklärt, sondern sichtbar gemacht. 

Bewegtbild: Erweiterung der visuellen Idee

Ergänzt wird die Fotoserie durch Kurzfilme des Filmemachers Nicolas Falquet. Statt klassischem Behind-the-Scenes-Material entwickeln die Filme die Bildidee weiter und schaffen eine eigenständige narrative Ebene. 

Sie geben Einblick in die Dynamik der Szenen und machen erlebbar, wie sich die Athletinnen und Athleten in diesen ungewohnten Umgebungen bewegen – mit derselben Konsequenz und Ausdauer, die ihren Sport im Kern ausmacht. 

Zur Person: Rainer Eder

Rainer Eder, geboren in Österreich und heute in der Schweiz ansässig, zählt zu den prägenden Fotografen im Bergsport. Seit fast zwei Jahrzehnten dokumentiert er Kletter- und Alpinbewegungen mit einem klaren Blick für Timing, Linie und Authentizität. Seine Arbeiten wurden international ausgezeichnet, unter anderem beim Banff Mountain Photography Competition, und mehrfach beim Red Bull Illume prämiert. Das aktuelle Projekt knüpft an ein früheres konzeptionelles Arbeiten Eders an, bei dem er bereits mit Athletinnen und Athleten wie Anna Stöhr, Magnus Midtbø und David Lama zusammengearbeitet hat – und führt diesen visuellen Ansatz konsequent weiter. 

www.rainereder.com