Kamera Produktneuheiten

Sony präsentiert die RX10 V

Das Gehäuse der Sony RX10 V ist den spiegellosen Alpha-Kameras nachempfunden. (c) Sony

Das Gehäuse der Sony RX10 V ist den spiegellosen Alpha-Kameras nachempfunden. (c) Sony

Die RX10 gehört der Klasse der Bridgekameras, also einer in punkto Funktionsumfang mit spiegellosen Wechselobjektivkameras vergleichbaren Kompaktkamera, bei der das Zoom-Objektiv jedoch fest verbaut ist und einen relativ großen Brennweitenbereich abdeckt. Das sehr leistungsfähige Vario-Sonnar T 24–600 mm (Kleinbildäquivalent) F2,4–4,0 Objektiv ist auch das Einzige, was die RX10 V von ihrer Vorgängerin übernommen hat. Der 25-fach optische Zoom deckt den Bereich vom Weitwinkel bis zum Superteleobjektiv ab. Makroaufnahmen sind bereits ab einem Abstand von ca. 3 cm im Weitwinkel (24 mm) möglich. Im Telebereich sind Nahaufnahmen ab etwa 72 cm bei 600 mm realisierbar.

Der optische Aufbau des Objektivs. (c) Sony

Die wichtigste Neuerung betrifft die Technik. Die RX10 V ist mit einem 1,0-Zoll Exmor RS Stacked CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 20,1 Megapixeln und dem BIONZ XR Bildprozessor ausgestattet. Dadurch wird ein Echtzeit-Autofokus mit Motiverkennung (Real-time Recognition AF) ermöglicht sowie Blackout-freie Serienaufnahmen mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde inklusive AF-/AE-Nachführung. Die Funktion Continuous Shooting Speed Boost erlaubt zudem die Anpassung der Serienbildgeschwindigkeit während der Aufnahme.

Die Sony FRX10 V von oben. (c) Sony

Der Real-time Recognition AF erkennt jetzt folgende Motive: Menschen, Tiere, Vögel, Insekten, Autos, Züge und  Flugzeuge. Wer die Motive vorab nicht auswählen möchte, der kann auch den Automatikmodus, in dem die Motive automatisch erkannt werden, verwenden.

Die KI unterstützt zudem die Erkennung menschlicher Körperhaltungen. Dadurch lassen sich Personen auch dann verfolgen, wenn sie von hinten aufgenommen werden oder das Gesicht durch Helm oder Sonnenbrille verdeckt ist.

Durch Antippen des gewünschten Motivs wird Real-time Tracking aktiviert, das das Motiv zuverlässig verfolgt, sodass sich Fotografen und Fotografinnen ganz auf die Bildgestaltung konzentrieren können.

Der BIONZ XR Bildprozessor sorgt laut Sony auch bei höheren ISO-Werten für detailreiche Aufnahmen mit reduziertem Bildrauschen. Hauttöne, Himmel, Vegetation und andere natürliche Motive werden mit hoher Detailtreue sowie präziser Farb- und Strukturwiedergabe dargestellt.

Mit 12 Creative Look Presets können individuelle Farb- und Bildstile direkt in der Kamera umgesetzt und zusätzlich personalisiert werden.

Der überarbeitete D-Range Optimizer (DRO) gleicht helle und dunkle Bildbereiche aus und bietet nun einen erweiterten Einstellbereich bis Level 8. Dies verbessert insbesondere Portraitaufnahmen in starken Gegenlichtsituationen.

Das Tatstaturlayout auf der Rückseite wurde stark überarbeitet. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin hat die RX10 V jetzt auch einen Joy Stick. (c) Sony

4K-Video

Die RX10 V unterstützt 4K-Videoaufnahmen mit 120p und ermöglicht dadurch Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 5-facher Verlangsamung. Die Bildstabilisierung im Active Mode sorgt zudem für ruhigere Freihandaufnahmen. Für eine hochwertige Tonaufzeichnung können über den Multi Interface (MI) Shoe kompatible Mikrofone angeschlossen werden. 

Dank KI-Motiverkennung steht außerdem die Funktion Auto Framing zur Verfügung, die das Hauptmotiv automatisch bestmöglich im Bild hält.

Weitere Videofunktionen der RX 10 V sind: S-Cinetone für einen cineastischen Look; S-Log3 für maximale Flexibilität bei der Farbkorrektur; Import von bis zu 16 LUTs; Zeitrafferaufnahmen und Bildextraktion aus Videos mittels Shot Mark.

Ergonomisches Profigehäuse

Beim neu gestalteten und natürlich staub- und feuchtigkeitsresistenten Gehäuse orientierte sich Sony an der Designphilosophie der spiegellosen Alpha-Kameras. Zudem wurde die Ergonomie des Griffs verbessert. 

Im Vergleich zur RX 10 IV bietet die RX10 V einen größeren Quad-VGA-OLED-Sucher (0,5 Zoll mit 3,68 Millionen Bildpunkten und 0,78-fach Vergrößerung). Der LCD-Monitor hat eine Diagonale von 3 Zoll eine Auflösung von 1,62 Millionen Bildpunkten.

Den Strom liefert ein  NP-FZ100-Akku der Z-Serie, der Aufnahmen von bis zu 630 Bildern pro Akkuladung ermöglicht und damit eine um mehr als 50 Prozent längere Laufzeit im Vergleich zum Vorgängermodell bietet.

In Sachen Konnektivität ist die RX10 V mit WLAN (2,4 GHz/5 GHz) und einem USB Type-C-Anschluss ausgestattet. Auch 4K-Livestreaming mit bis zu 30p ist möglich. Neu ist die Unterstützung der Creators’ App von Sony. Damit lassen sich Dateien direkt auf Smartphones oder in die Cloud übertragen, die Kamera fernsteuern sowie Software- und Funktionsupdates durchführen. 

Die Sony RX10 V kostet 2.500 Euro.