Anonym: "Blumenverkäufer vor der Ponte Vecchio in_ Forenz, Italien 1907–1930. (c) Albertina, Wien / Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes–Lehr– und Versuchsanstalt
Fotografie und Reisen sind eine gute Kombination, eine Kombination, die bereits seit der Etablierung des neuen Mediums im 19. Jahrhundert besteht. Just der Reise- und Expeditionsfotografie, in der ab Mitte des 19. Jahrhunderts diese neue Technik zur Abbildung der Welt eingesetzt wurde, widmet sich die Ausstellung „Die Welt im Fokus“ in der Albertina. Im Vergleich zu den damals üblichen Zeichnungen überzeugten Fotografien durch Präzision, Detailreichtum und die Möglichkeit ihrer Vervielfältigung. Außerdem beschleunigte sich die Arbeit vor Ort.
Die Albertina beschreibt die Ausstellung folgendermaßen: „Die umfangreichen Serien, die im Zentrum der Ausstellung stehen, zeigen unterschiedliche Regionen der Welt und erzählen von wechselnden Machtansprüchen, dem Ausbau der Mobilität, sowie der Erschließung abgelegener Landschaften und dem aufkommenden Tourismus. Zudem beleuchtet die Präsentation die Zusammenhänge, in denen Fotografen auf Reisen geschickt wurden; die Bedingungen, unter denen die Aufnahmen entstanden, sowie die Wege, wie sie in Ausstellungen präsentiert wurden, dem Wissenstransfer dienten und die Vorstellungen über entfernte Territorien nachhaltig prägten.
Die Reisefotografie ging weit über das Festhalten von landschaftlicher Schönheit hinaus. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begleiteten Fotografen oft Expeditionen, die von Regierungen ausgestattet und von politischen, ökonomischen oder wissenschaftlichen Motiven geleitet wurden. Darüber hinaus unternahmen Fotografen Reisen aus eigenem kommerziellem Interesse und bedienten mit ihren Aufnahmen die größer werdende Nachfrage eines interessierten Publikums. Eine Veränderung der Bildproduktion brachte das Erstarken der Amateurfotografie gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Wohlhabende Amateure und Amateurinnen machten auf Reisen Aufnahmen nach eigenen Interessen und persönlichen Vorlieben, und auch Kunstschaffende setzten die Fotografie nach individuellen Bedürfnissen ein. Die Weiterentwicklung der Kameratechnik erlaubte spontanere, momenthafte Aufnahmen. Der westlich geprägte Blick auf ferne Regionen spiegelt sich in den Aufnahmen der meisten europäischen Fotografierenden wider.“
Johann Victor Krämer: Selbstportrait auf der Terrasse des Österreichischen Pilgerhospizes in Jerusalem, um 1900. Silbergelatinepapier, retuschiert; 20,6 × 28 cm (c) Albertina, Wien
Die in der Ausstellung gezeigten Werke stammen aus der vielfältigen Sammlung der Albertina. Sie entführen den Betrachter in die eisigen Höhen der Alpen, an die antiken Stätten Ägyptens und des Nahen Ostens, in entlegene Gebiete der Habsburger-Monarchie oder weit entfernte Länder wie Japan und Indien. Gleichzeitig illustrieren die gezeigten Fotografien die Veränderungen, die die abgebildeten Regionen bis heute erfahren haben.
„Die Welt im Fokus“ präsentiert 107 Fotografien aus der Sammlung der Albertina und der als Dauerleihgabe an der Albertina verwahrten Sammlung der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt sowie eine Projektion mehrerer Autochrome. Mit dieser Ausstellung macht die Albertina weitere Facette eines der umfangreichsten fotografischen Bestände Österreichs sichtbar.
Albertina, Tietze Galleries Albertinaplatz 1, 1010 Wien 22. Juli – 26. Oktober 2026 Täglich von 10–18 Uhr, Mi und Fr von 10–21 Uhr www.albertina.at/home
Fotografie und Reisen sind eine gute Kombination, eine Kombination, die bereits seit der Etablierung des neuen Mediums im 19. Jahrhundert besteht. Just der Reise- und Expeditionsfotografie, in der ab Mitte des 19. Jahrhunderts diese neue Technik zur Abbildung der Welt eingesetzt wurde, widmet sich die Ausstellung „Die Welt im Fokus“ in der Albertina. Im Vergleich zu den damals üblichen Zeichnungen überzeugten Fotografien durch Präzision, Detailreichtum und die Möglichkeit ihrer Vervielfältigung. Außerdem beschleunigte sich die Arbeit vor Ort.
Die Albertina beschreibt die Ausstellung folgendermaßen: „Die umfangreichen Serien, die im Zentrum der Ausstellung stehen, zeigen unterschiedliche Regionen der Welt und erzählen von wechselnden Machtansprüchen, dem Ausbau der Mobilität, sowie der Erschließung abgelegener Landschaften und dem aufkommenden Tourismus. Zudem beleuchtet die Präsentation die Zusammenhänge, in denen Fotografen auf Reisen geschickt wurden; die Bedingungen, unter denen die Aufnahmen entstanden, sowie die Wege, wie sie in Ausstellungen präsentiert wurden, dem Wissenstransfer dienten und die Vorstellungen über entfernte Territorien nachhaltig prägten.
Die Reisefotografie ging weit über das Festhalten von landschaftlicher Schönheit hinaus. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begleiteten Fotografen oft Expeditionen, die von Regierungen ausgestattet und von politischen, ökonomischen oder wissenschaftlichen Motiven geleitet wurden. Darüber hinaus unternahmen Fotografen Reisen aus eigenem kommerziellem Interesse und bedienten mit ihren Aufnahmen die größer werdende Nachfrage eines interessierten Publikums. Eine Veränderung der Bildproduktion brachte das Erstarken der Amateurfotografie gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Wohlhabende Amateure und Amateurinnen machten auf Reisen Aufnahmen nach eigenen Interessen und persönlichen Vorlieben, und auch Kunstschaffende setzten die Fotografie nach individuellen Bedürfnissen ein. Die Weiterentwicklung der Kameratechnik erlaubte spontanere, momenthafte Aufnahmen. Der westlich geprägte Blick auf ferne Regionen spiegelt sich in den Aufnahmen der meisten europäischen Fotografierenden wider.“
Silbergelatinepapier, retuschiert; 20,6 × 28 cm (c) Albertina, Wien
Die in der Ausstellung gezeigten Werke stammen aus der vielfältigen Sammlung der Albertina. Sie entführen den Betrachter in die eisigen Höhen der Alpen, an die antiken Stätten Ägyptens und des Nahen Ostens, in entlegene Gebiete der Habsburger-Monarchie oder weit entfernte Länder wie Japan und Indien. Gleichzeitig illustrieren die gezeigten Fotografien die Veränderungen, die die abgebildeten Regionen bis heute erfahren haben.
„Die Welt im Fokus“ präsentiert 107 Fotografien aus der Sammlung der Albertina und der als Dauerleihgabe an der Albertina verwahrten Sammlung der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt sowie eine Projektion mehrerer Autochrome. Mit dieser Ausstellung macht die Albertina weitere Facette eines der umfangreichsten fotografischen Bestände Österreichs sichtbar.
Albertina, Tietze Galleries
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
22. Juli – 26. Oktober 2026
Täglich von 10–18 Uhr, Mi und Fr von 10–21 Uhr
www.albertina.at/home
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