Schlagwort: UNICEF

18. August 2020: Ein Mädchen, das auf der Insel Namkhana vor ihrem völlig zerstörtem Teeladen steht. Die als Weltkulturerbe bekannte Region zwischen Indien und Bangladesch gelegen heiß Sundarbans (bengalisch für "schöner Wald) und ist bekannt für ihre enormen Waldressourcen. Diese bilden die Lebensgrundlage der Einheimischen. In den letzten Jahren wurde die globale Erwärmung jedoch zu einem zunehmenden Problem. Durch das wahllose Abholzen von Bäumen für den gewerblichen und privaten Gebrauch entstand ein Ungleichgewicht, das das Land schwächte, das häufig Opfer von Stürmen, starken Regenfällen und Überschwemmungen wurde. Jedes Jahr steigt der Meeresspiegel um ungefähr 3,14 mm, wodurch bereits mehrere Inseln unter Wasser liegen. Erhöhte Bodenerosion, Verlust der Bodenqualität, die zu minimierten Ernteerträgen führt, haben die Situation noch verschlimmert. Das Wasser hat bereits Teile von Mousuni und Ghoramara Island verschlungen. Wenn die dieser Trend weiter anhält, wird ein Großteil der Sundarbans bald im Wasser versunken sein. (c) Supratim Bhattacharjee, Indien
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UNICEF-Foto des Jahres 2021

Zum 22. Mal zeichnete UNICEF Deutschland mit dem internationalen Wettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ Bilder und Reportagen professioneller Fotojournalistinnen und -journalisten aus, die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern auf herausragende Weise dokumentieren. Nachfolgend die Gewinner und ihre Fotos des Jahres 2021.

1. Preis 2019: Hartmut Schwarzbach (Deutschland), Argus Fotoagentur, »Philippinen: Die Kinder, der Müll und der Tod« Nur Ratten gefällt es hier. Im Stadtteil Tondo am Hafen von Manila leben Kinder davon, Plastikflaschen aus der verdreckten Bucht zu fischen, um sie bei einem Müll-Recycler zu verkaufen. Wenn sie Glück haben, liegt ihr Tageslohn bei 50 philippinischen Pesos, 90 Cents. Kinderarbeit ist auch auf den Philippinen verboten, aber im Slum von Tondo, dem größten des Landes, ist das nicht mehr als ein unbeachtetes Gesetz. Hier, wo 70.000 Einwohner auf einem Quadratkilometer in Hütten aus Wellblech, Pappe und Restholz hausen, ohne Strom und Trinkwasseranschluss; wo Dengue und Durchfallerkrankungen, Leptospirose und Hautkrankheiten grassieren, wo Mangelernährung verbreitet und die Lebenserwartung niedrig ist, müssen auch Kinder ein bisschen Geld verdienen. Mädchen wie die dreizehnjährige Wenie Mahiya auf diesem Bild, aber auch schon Zehnjährige, Siebenjährige. Mitunter paddeln sie auf Bambusflößen oder Kühlschranktüren durch das Schmutzwasser der Bucht, ein vor allem in der Taifunzeit lebensgefährliches Unterfangen. Aber gestorben wird hier auch, wie der deutsche Fotograf Hartmut Schwarzbach erfahren musste, an Lebensmittelvergiftungen. Nackte Armut, Kinderarbeit und die Müllflut in den Meeren: Schwarzbach dokumentiert in seinen eindringlichen Fotos von Tondo das Zusammentreffen gleich dreier Katastrophen.
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UNICEF-Foto des Jahres 2019

Seit dem Jahr 2000 prämiert UNICEF Deutschland Fotos und Fotoreportagen, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren. Der Wettbewerb richtet sich ausschließlich an professionelle Fotografen. Das UNICEF-Foto des Jahres 2019 stammt vom deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach und porträtiert die 13-jährige Wenie, die in einem Meer von Müll im Hafen von Manila (Philippinen) Plastikreste aus dem Wasser fischt.